zur Navigation springen

Wahrzeichen : Kastanie am Fleth: Rettung unmöglich

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Der Baum am Glückstädter Markt soll in den kommenden Wochen entfernt werden. Nach einem Bodenaushub wird eine Plantane gepflanzt

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 17:00 Uhr

Die Kastanie stirbt. Alle Versuche ihr neue Lebenskraft zu verleihen sind gescheitert. In Kürze soll der große Baum am Marktfleth nun gefällt werden. Die markante Kastanie, die über Jahrzehnte das Stadtbild am Marktplatz wie Rathaus und Stadtkirche mit prägte, soll nach Auskunft der Stadtverwaltung durch eine widerstandsfähige Plantane ersetzt werden.

Früher war der einst stattliche Baum ein beliebtes Fotomotiv. Viele Vereine und Verbände nutzen ihn als Treffpunkt und bauen dort ihre Stände auf. Sie werben auch mit dem Standort „Unter der Kastanie am Fleth“. Seit mehreren Jahren kränkelt der Baum jedoch deutlich. Die Stadt beauftragte eine Spezialfirma damit, der kranken Kastanie zu helfen. Sie wurde gedüngt, der Boden wurde aufgelockert und sie wurde extra bewässert – vergeblich. In diesem Sommer wurde klar, dass die Kastanie nicht zu retten ist und mit ihren toten und daher brüchigen Ästen zu einer Gefahr für Passanten am Fleth werden könnte. Bereits im August wurden daher umfangreich Äste zurück geschnitten.

Nun will die Stadtverwaltung noch einen Schritt weiter gehen und den Baum ganz fällen. „Der Baum wird leider nicht mehr gesund werden und auch wenn es einst ein stattlicher Baum war, so ist doch sein Ende gekommen“, sagt Ester Patyk vom Bauamt.

Die Mitarbeiter vom Kommunalen Service der Glückstädter Stadtwerke werden den Baum in den kommenden Wochen fällen. „Anschließend werden die Wurzeln des alten Baumes so weit wie möglich abgefräst und es wird neue Erde verteilt“, erklärt Esther Patyk. „So wollen wir sicher stellen, dass der neue Baum, der an dieser Stelle gepflanzt wird, optimale Startbedingungen hat und gut anwachsen kann.“

Statt der Kastanie soll zukünftig eine Plantane den prominenten Platz am Fleth zieren. Es wird ein relativ großer Baum mit 25 bis 30 Zentimeter Stammumfang eingepflanzt. Plantanen gelten als besonders widerstandsfähig und gut geeignet für Standorte in Innenstädten. Die Art toleriert Luft, die durch Abgase verschmutzte ist, und gilt als unempfindlich gegenüber verdichteten Böden. Außerdem wird sie nur selten durch Schädlinge befallen, ist sehr winterhart und schnittverträglich.

Wann der alte Baum gefällt und zerlegt und der Nachfolger eingepflanzt wird, steht laut Esther Patyk noch nicht genau fest: „Es wird demnächst los gehen. Ich bin zuversichtlich, dass alles noch vor Ende des Jahres klappt.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert