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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 19:10 Uhr

Kaserne: Strom und Gas im Eiltempo

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2015 | 16:03 Uhr

„Betreten verboten“ steht auf dem Schild zur Einfahrt des Kasernengeländes. Die Wachleute haben alles im Blick, sie kontrollieren, wer auf das Gelände darf. Zurzeit sind es die vielen Mitarbeiter von Firmen, die auf dem Areal die verschiedenen Aufgaben erfüllen. Sie bereiten Gebäude und Gelände vor, denn im November sollen die ersten Flüchtlinge einziehen.

Sehr weit mit ihrer Arbeit sind Manfred Müller und Uwe Hein von einer Rendsburger Firma. Sie verlegen Rohre für Trinkwasser. „Wir müssen noch bis zum Fundament, dann können die Leitungen an das Versorgungsnetz angeschlossen werden“, sagt Uwe Hein. Ein paar Meter weiter steht Hartmut Schneider von den Glückstädter Stadtwerken mit einer langen Stange. Er zeichnet geometrische Daten auf. Mit dem technischen Gerät kann er so die Lage der neuen Leitungen aufzeichnen und sie später über ein spezielles Programm in den Computer einpflegen. Die Stadtwerke arbeiten mit modernsten Methoden. Und sie verlegen gleich im Erdreich ein Glasfaserkabel mit für späteres schnelles Internet, wenn es denn später gewünscht ist.

Jens Lange, Besitzer der ehemaligen Kasernenanlage, ist begeistert von dem Engagement der Glückstädter Stadtwerke. Auf anderen Gebieten hat Lange allerdings noch Probleme. Das Innenministerium hat vorgegeben, dass acht Wohnblöcke einschließlich Torhaus hergerichtet werden sollen. Doch die ehemaligen Soldatenunterkünfte brauchen Fluchtwege – Außentreppen, die jetzt gebaut werden sollen. „Die Statik muss noch von einem Fachmann errechnet werden – und das dauert.“

Jens Lange selbst wird die Einrichtung nicht betreiben. Dafür ist laut Innenministerium das DRK vorgesehen, aber trotzdem ist er nicht ganz außen vor. „Ich werde Hausmeister einstellen, die alles in Ordnung halten.“ Sieben Wohnblöcke werden demnächst fertig sein, wobei an einem gerade die Firma Ossenbrüggen Metallgitter von den Fenstern entfernt. „Damit es nicht aussieht wie ein Gefängnis“, erklärt Mitarbeiter Fabian Umland.“ Gut in Schuss sind die Räume im Torhaus mit einer Grundfläche von rund 4000 Quadratmetern. Dort sollen unter anderem DRK, Ärzte und Polizei einziehen. In der Nähe des Torhauses gibt es zwei kleine Gebäude, sie werden in nächster Zeit geräumt und dann zu Kindergarten und Schule hergerichtet. Und ein weiteres Gebäude wird instand gesetzt: Die ehemalige Messe, die zur Kantine wird. „Sie soll noch in diesem Jahr fertig werden“, so Lange.

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