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Energie-Unternehmen aus Itzehoe : Kartellamt stimmt zu: EnBW darf Prokon kaufen

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Im Werben um die insolvente Windenergiefirma Prokon will der Energieversorger EnBW 550 Millionen Euro in bar hinlegen. Den Anlegern drohen trotzdem Verluste.

shz.de von
erstellt am 02.Jun.2015 | 16:02 Uhr

Karlsruhe | Das Bundeskartellamt gibt grünes Licht für den möglichen Kauf der insolventen Windenergiefirma Prokon durch den Energiekonzern EnBW. Der angemeldete Zusammenschluss könne vollzogen werden, teilte der Karlsruher Energieversorger unter Berufung auf die Behörde am Dienstag mit. Das Bundeskartellamt selbst gab die Freigabe auf seiner Internetseite bekannt (Aktenzeichen B8-58/15).

EnBW will Prokons Windgeschäft kaufen. Die rund 300 Mitarbeiter des Kerngeschäfts sollen im Falle eines Verkaufs übernommen werden. Das Unternehmen EnBW mit Sitz in Karlsruhe plant, realisiert und betreibt Windparks in Deutschland, Polen und Finnland. Nach Eon und RWE ist die Energie Baden-Württemberg AG das drittgrößte Energienunternehmen in Deutschland.

Erst aber muss die Gläubigerversammlung zustimmen. Sie entscheidet am 2. Juli, ob sie das EnBW-Angebot von rund 550 Millionen Euro annimmt oder als Eigentümer die Prokon-Windparks im Rahmen einer Genossenschaft fortführt. In beiden Fällen wäre fast die Hälfte des Geldes von rund 40.000 Anlegern verloren.

EnBW hatte sich zuvor im Bieterverfahren für das Investorenmodell mit dem besten Angebot durchgesetzt und wirbt seitdem intensiv bei den Prokon-Gläubigern für den Verkauf an EnBW. EnBW will mit der Übernahme seine Ziele bei der Energiewende schneller erreichen oder sogar übertreffen. Der Verein „Freunde von Prokon“, in dem rund 10.000 Gläubiger organisiert sind, macht sich hingegen für die Genossenschaftslösung stark.

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