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Tödlicher Unfall : Kapitän stürzt in die eiskalte Stör

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein 69 Jahre alter Schiffsführer aus Glückstadt rutscht aus und fällt ins Wasser. Für ihn kommt jede Hilfe zu spät.

Glückstadt | Es war ein Einsatz mit einem bitteren Ende: Nach einer großangelegten Suchaktion konnte der 69 Jahre alte und aus Glückstadt stammende Kapitän des in Beidenfleth liegenden Binnenschiffes „Stoer“ nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden.

Ein Besatzungsmitglied hatte gegen 21.50 Uhr Alarm geschlagen, weil der Mann offenbar ausgerutscht und in die Stör gefallen war. Der Lage war für die Helfer zunächst unübersichtlich. Die Meldung von der Einsatzleitstelle in Elmshorn: „Stör: Menschenleben in Gefahr“.

Auf Bahrenflether Seite rückten die örtliche Feuerwehr und weitere Helfer aus Krempe an, die zunächst einmal den Bereich des Fähranlegers ausleuchteten. Parallel dazu heulten auch in Beidenfleth die Sirenen. Zusätzlich rückte dann noch die Tauchergruppe der Feuerwehr Itzehoe an. Helfer und Beobachter an Land hatten zu diesem Zeitpunkt schon wenig Hoffnung, dass der Schiffsführer noch lebend aus kalten Störwasser geborgen werden könnte.

Die Feuerwehrtaucher ließen ihr Boot zu Wasser und suchten zunächst den Uferbereich am Anleger und in Höhe des Binnenschiffes ab. Eine Stunde nach dem Alarm gab es dann traurige Gewissheit. Im Wasser schwamm ein lebloser Körper, den die Helfer an Land brachten.

Feuerwehrleute sperrten den Bereich für die inzwischen schon zahlreichen Schaulustigen großräumig ab. Das Unfallopfer wurde schließlich auf die andere Störseite gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Noch in der Nacht nahm die Kripo Itzehoe die Ermittlungen zum Hergang des Geschehens auf. Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus.

Der Schiffsführer, so Sprecherin Merle Neufeld, wollte an dem Abend über eine Gangway an Land gehen. Das rund 70 Meter lange Binnenschiff hatte mit einer Ladung Getreide in Beidenfleth festgemacht.

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erstellt am 15.Dez.2015 | 11:00 Uhr

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