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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 16:17 Uhr

Wassersport : Kanuten paddeln 34 401 Kilometer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Jugendliche steigern ihre Gesamtleistung auf 9040 Kilometer – damit konnte die Kanu-Gruppe Wilster auf insgesamt 34 401 gepaddelte Kilometer zurückblicken.

shz.de von
erstellt am 01.Jan.2014 | 16:15 Uhr

Keine Frage: Die jüngste Kanu-Saison verlief für die Mitglieder der Kanu-Gruppe Wilster (KGW) optimal: Die 28 Jugendlichen im Alter von acht bis 17 Jahren paddelten mit 9040 Kilometern rund 1000 mehr als noch vor Jahresfrist, und die 34 Erwachsenen, die ihre Fahrtenbücher an den Landeskanuverband weiter geleitet hatten, brachten es auf 25 361 Kilometer. Bedingt durch die Steigerung bei den Jugendlichen schaffte auch der Gesamtverein mit 34 401 Kilometern gegenüber dem Vorjahr (33 998 km) knapp ein besseres Resultat. Für diese „tollen Ergebnisse“, in die auch die 2061 Kilometer hineinpassen, die Monika Engel in diesem Jahr an die siebte Stelle der „Top-Ten-Frauen“ in Schleswig-Holstein geführt haben, machte Vorsitzender Robert Looft eine unerlässliche Voraussetzung für den Erfolg verantwortlich: „Unser gutes Vereinsklima.“

Zu den Höhepunkten der Saison zählen eine ganze Reihe von Fahrten auf Flüssen, Seen und Großgewässern, an denen sich zahlreiche Jugendliche und Erwachsene beteiligt hatten, beispielsweise der Wesermarathon mit der Vorfahrt auf der Werra, die Pfingsttour nach Friedrichstadt mit Fahrten auf Eider und Treene, die Damentour an die Trave, die Herrentour an die Donau oder die Jugendsommertour auf Flüssen und Seen in Mecklenburg-Vorpommern. „Im Vergleich mit der Vergangenheit stelle ich fest, dass sich die Beteiligung an unseren Fahrten gigantisch gesteigert hat“, stellte Jugendwart Ingmar Engel fest.

Gute Erinnerung haben die Kanuten somit auch an ihre eigenen Verbandsfahrt im September auf der Wilsterau, die 30 Wilsteraner und über 30 Gäste von Wilster an den Nord-Ostsee-Kanal und wieder zurück führte. „Diese Verbandsfahrt war eine der bestbesuchten Veranstaltungen in der Geschichte unseres Clubs“, betonte Robert Looft.

Etwas Besonderes leisteten sich die Vereinsmitglieder vier Wochen zuvor, als sie sich an einer Verbandsfahrt auf der Alten Sorge beteiligten. Dieser Fluss unterliegt besonderen Befahrensregeln und darf aus Naturschutzgründen nur im Rahmen einer Verbandsfahrt genutzt werden. Wer allerdings glaubt, dass in diesem Teil der schleswig-holsteinischen Flusslandschaften eine üppige Vogelwelt zuhause ist, der sieht sich getäuscht: „Auf der Alten Sorge schnattern weniger Enten als bei uns auf der Wilster Au“, bemerkte Engel. Und dennoch: Doris Neumann sprach im Zusammenhang mit der Fahrt durch das Naturschutzgebiet oberhalb der Eider von einem „sehr schönen Wochenende mit Camping auf einem idyllisch gelegenen Zeltplatz“.

Apropos Verbandsfahrten: Für viele Kanuten sind sie das Salz in der Suppe: „Sie dienen dazu, andere Leute kennenzulernen, zu fachsimpeln und Erfahrungen auszutauschen“, bekräftigte Ingmar Engel die sportliche Tradition.

Dass ungünstige Witterungsbedingungen eine noch so gute Organisation aushebeln können, das mussten insbesondere die Teilnehmer des Jugend-Kanuwochenendes in Kollmar an der Elbe feststellen. Starker Wind sorgte dafür dass die 18 Wilsteraner und die mit ihnen befreundeten Kanuten aus Itzehoe und Elmshorn lediglich am ersten Tag von Elmshorn über die Krückau-Mündung bis Kollmar paddeln konnten: „Am zweiten Tag, als es dann ganz auf die Elbe gehen sollte, mussten wir die Boote wegen des starken Windes an Land lassen. Dafür gab es als Ersatzbeschäftigung Sandburgen bauen“, macht Engel deutlich, dass Kanuten durchaus erfinderische sind, wenn es darum geht, eine Ersatzbeschäftigung für ausgefallene Wasserfreuden zu finden.

Auch wenn der Wind so manches Mal die Oberhand behält: Kälte kann den Wilsteraner Kanuten offenbar weniger anhaben. Noch ganz genau erinnerte sich Doris Neumann an die sogenannte Kleinflussfahrt auf der Schmalfelder Au: „Da lag noch Schnee am Ufer, aber ansonsten hatten wir schönes Wetter.“

Auf „gelungenen Veranstaltungen bei bester Laune“ blickte auch Ariane Kappelau zurück, die folgende Aktivitäten der sogenannten „KGW-Mädelz“ herausstellte: Wanderung zum Dückerstieg mit Essen, Kino- und Theaterbesuche, Besuch des Altonaer Weihnachtsmarkts, Kekse backen, Erste-Hilfe-Kurs, Knotenkunde oder Kentertraining, die von Dezember bis März absolviert wurden: „Damit überbrücken wir die paddelfreie Zeit“, stellte die Damen- und Mädelwartin der KGW heraus, dass die Vereinsarbeit für Kanutinnen nicht ausschließlich ans Wasser gebunden ist.

Fazit von Robert Looft über die abgelaufene Saison: „Ich bin rundum zufrieden und freue mich, dass wir so viele aktive Paddler haben. Und dass alle engagiert sind, kommt unserem Vereinsleben nur zugute.“

 

> Weitere Infos unter www.kanu-gruppe-wilster.de und bei Robert Looft, 0177/8116108.

 

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