Kanus für zwei Schulen

Ortstermin bei den Wasser-Wanderern: Wolfgang Priebe, Martin Ölscher und Angelika Hartmann (v. r.) bei der Bootstaufe.
Ortstermin bei den Wasser-Wanderern: Wolfgang Priebe, Martin Ölscher und Angelika Hartmann (v. r.) bei der Bootstaufe.

Fördervereine finanzieren Anschaffung für Schulen am Lehmwohld – Kooperation mit Wasser-Wanderern

shz.de von
24. Juni 2014, 05:00 Uhr

Zehn neue Kanadier inklusive Anhänger, Paddel und Schwimmwesten für den Schulgebrauch: Diese Idee wurde von den Fördervereinen des Sophie-Scholl-Gymnasiums und der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld sowie den Itzehoer Wasser-Wanderern in die Tat umgesetzt.

Auslöser war Henning Lüssow, Fachleiter Sport am SSG. Er selbst habe einen Liegeplatz für sein Kanu gesucht und sei dann auf den „sehr offenen“ Verein der Itzehoer Wasser-Wanderer gestoßen. Diese hätten sich auf seine Frage bereit erklärt, die Kanadier zu beherbergen. Im Gegenzug darf der Verein die Boote auch nutzen. Weil ein Förderverein die Kosten in Höhe von 11 000 Euro für die Boote allein nicht tragen konnte, wurde der Förderverein der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld wortwörtlich mit ins Boot geholt.

Der erste Vorsitzende der Wasser-Wanderer, Martin Ölscher, erhofft sich von der Zusammenarbeit Vorteile für alle. Und auch Lüssow betonte: „Die Schulen haben die Möglichkeit, die Räumlichkeiten und das Gelände des Vereins zu nutzen. Dadurch werden die Schüler an den Kanusport herangeführt, und vielleicht wird bei ihnen das Interesse geweckt, an Vereinsaktivitäten teilzunehmen.

Die Taufe der Boote übernahmen SSG-Leiterin Angelika Hartmann, Wolfgang Priebe, Vorsitzender des SSG-Fördervereins, und Martin Ölscher. Nach den Sommerferien soll der Spaß mit den Kanus beginnen. Mehrere Lehrer beider Schulen haben schon den Kanuschein gemacht. Genutzt werden sollen die Boote nicht nur in Arbeitsgemeinschaften und an Wandertagen, sondern auch im Rahmen des Unterrichts. In der Oberstufe werde der Kanusport in den regulären Sportunterricht mit eingebunden, und es soll auch ein Wahlpflichtkurs ins Leben gerufen werden, hieß es.

Drei Jahre lang dauerte die Planung für das zeit- und kostenintensive Projekt. Lüssow freute sich: „Für die Schüler ist die neue Sportmöglichkeit ein guter Ausgleich zu dem anstrengenden Schulalltag.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen