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Bürgermeisterwahl : Kandidaten werben um Schüler-Stimmen

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Diskussion in der Elbschule

Wie geht es weiter im Stadtteil Glückstadt-Nord und wie geht die Stadt mit den Flüchtlingen um – diese zwei Fragen interessieren junge Wähler zur Bürgermeisterwahl am meisten. Dies stellte Moderator Kay Mordhorst zur Eröffnung der Informationsveranstaltung gestern vormittag in der Aula der Elbschule fest. In Zusammenarbeit mit Lehrern der Elbschule und des Detlefsengymnasiums hatte Mordhorst im Vorfeld Fragen an die Kandidaten eingesammelt, die nun von den fünf Kandidaten auf dem Podium vor rund 200 Erstwählern beider Schulen beantwortet werden sollten.

Doch zunächst gab Mordhorst allen Kandidaten Gelegenheit, sich den jungen Wählern vorzustellen. Die Schüler erlebten sehr unterschiedliche Kandidaten: Manja Biel stellte ihren beruflichen Werdegang dar und legte ihren Schwerpunkt auf „zukunftsfähige Projekte“ im Bereich Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung. Dazu zählte sie sie die Ansiedlung von Gewerbe.

Siegfried Hansen stellte sich als Glückstädter vor, der seit 2013 aktiv für die Piraten-Partei in der Stadtvertretung und im Kreistag Politik betreibt. „Wir haben schon einiges erreicht“, sagte er, und nannte als Beispiel den geplanten Neubau der Sporthalle am Gymnasium. Schwerpunkte für ihn seien Arbeitsplätze, modernes Internet, eine Umgehungsstraße für Glückstadt und gutes Wohnen in Glückstadt-Nord. Dazu gehöre für ihn auch eine Verbindung zwischen den Stadtteilen Nord und Tegelgrund.

„Ich komm´ erstmal zu Euch runter“, eröffnete Marian Prill seine Vorstellung, griff sich das Mikrofon und verließ das Podium. Er bekannte, dass er schon als Schüler viel bewegen wollte. Das wolle er auch heute noch. „Und ich möchte Euch in die Lage versetzten, Dinge zu machen, die ihr wollt“, sagte er den Schülern. So verwies er auf das Rockfestival auf der Docke, dass er jüngst mit anderen veranstaltet hatte.

Carola Radkte-Niemitz stellte sich als Einwohnerin eines ähnlich großen Ortes wie Glückstadt vor. Ihr Schwerpunkt seien Arbeitsplätze im Tourismus. Und damit junge Leute nicht abwanderten, müsse es einen Anschluss an den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) geben.

Stephan Schulz erklärte zunächst ausgiebig seinen beruflichen Werdegang. Zudem sagte er, dass er als Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Kellinghusen bereits in vielen Ausschüssen mitarbeite, deren Themen auch Glückstadt berührten. „Ich bin bei vielem schon mitten drin“, sagte Schulz, und nannte als Beispiele den Beitritt zum HVV-Beitritt und die Flüchtlingsfrage.

Im Anschluss an die offene Vorstellungsrunde gingen die Kandidaten dann auf die konkreten Schülerfragen ein. Beim Thema Nord herrschte weitgehend Einigkeit: Es müsse etwas für den Stadtteil getan werden, um Sicherheit und Lebensqualität zu erhöhen. Dabei sei es wichtig, Bewohner und Hauseigentümer mit ins Boot zu holen, betonten alle Kandidaten. Das bereits angeschobene Programm „Soziale Stadt“ wurde als erster Schritt in die richtige Richtung gedeutet.

Bei der Frage der Flüchtlinge erklärten die Kandidaten, dass der Bürgermeister für die Landesunterkunft praktisch keine Zuständigkeit habe und lediglich moderierend aktiv werden könne. Dagegen sei es Sache der Verwaltung, sich um die dauerhaft in Glückstadt untergebrachten Menschen zu kümmern, was alle Kandidaten für dringend geboten halten. Deutlich wurde, dass in dieser Frage viel ehrenamtliches Engagement aus der Bevölkerung notwendig sein wird.

„Vergesst nicht am 8. November wählen zu gehen“, verabschiedete Moderator Kay Mordhorst schließlich die Schüler. „Es wäre toll, wenn die Wahlbeteiligung gerade bei Euch höher als anderswo sein wird.“

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erstellt am 15.Okt.2015 | 16:58 Uhr

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