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Kampfkunst im Käfig: Wilsteraner tritt gegen Gegner und gegen Vorurteile an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2015 | 17:00 Uhr

Zum zweiten Mal zählt die Hamburger Barclaycard Arena am morgigen Sonnabend ab 19 Uhr zu den Austragungsorten für Deutschlands größte Kampfsportspektakel im Oktogon „We love MMA“. In sieben unterschiedlichen Gewichtsklassen treten 32 Athleten im Mixed Martial Arts Sport (MMA – Gemischte Kampfkünste) gegeneinander an. Unter ihnen ist auch Enrico Marin aus Wilster. Der 23 Jahre alte Industriemechaniker aus der Marschenstadt sammelte bereits im vergangenen Jahr erste Erfahrungen bei dieser Veranstaltung-Serie. In dem mit 2500 Zuschauern ausverkauften Tempodrom in Berlin besiegte er in seinem Debütkampf Lasse Gebbert (Hilti BJJIMAG Berlin) nach Punkten. „Es wäre natürlich klasse, wenn ich an meinem Vorjahreserfolg anknüpfen könnte“, so der Athlet, der für das Team des Nordic Sport-Club Wilster im Bantamgewicht (bis 61 Kilogramm) in den „Käfig“ steigt.

Seit rund sechs Wochen bereitet sich Enrico Marin speziell auf seinen Kampf in der Barclaycard Arena vor. Für ihn bedeutet das: sechs Tage die Woche Training. Dabei absolviert der leidenschaftliche Kampfsportler häufig zwei Trainingseinheiten am Tag. Neben Ausdauer- und Krafttraining steht vor allem Techniktraining auf dem Plan, denn MMA vereint ganz unterschiedliche Kampfsportarten.

„Mein Steckenpferd ist der Bodenkampf“, verrät Enrico Marin. Seit rund fünf Jahren trainiert er unter Thomas Röpnack und Julian Tilch sowie dem Kölner Sportwissenschaftler Mike Cüppers die brasilianische Kampfkunst Luta Livre. Die südamerikanische Form des Bodenkampfes ähnelt dem Ringen und Judo. Hinzu kommen die Kampfsportarten Boxen und Thai-Boxen. „Um im Stand noch mehr Sicherheit zu bekommen, erhalte ich von Stefan Kusch noch extra Thaiboxtraining“, so Marin.

Die Vorurteile, die viele Menschen gegenüber dieser Sportart und den Sportlern hegen, stören den 23-jährigen Sportler nicht. „MMA ist eine Art des Vollkontaktwettkampfes, die natürlich eine gewisse Härte mitbringt, aber auch hier gibt es strenge Regeln, an die man sich halten muss und Kampfrichter, die dafür sorgen, dass man sich daran hält“, so Marin. Entgegen der Vorurteile treten keine Straßenkämpfer, sondern durchtrainierte Athleten gegeneinander an, die wissen was sie tun und worauf sie sich einlassen.

Wenn Enrico Marin morgen in den Oktogon steigt, erhält er nicht nur die Unterstützung seines Trainerteams. Rund 30 Freunde und Bekannte werden mitreisen und den Sportler aus der Wilstermarsch lautstark anfeuern. „Über die Unterstützung freue ich mich natürlich riesig“, so Marin.

>Einige Restkarten sind noch an der Abendkasse erhältlich. Weitere Infos unter www.welovemma.de


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