Itzehoer Sportverein : Kampf um den ISV

Der Ball soll auch weiterhin rollen beim ISV.
Der Ball soll auch weiterhin rollen beim ISV.

Der Spielbetrieb soll weitergehen: Vorläufiger Insolvenzverwalter richtet Treuhandkonto für Spenden ein.

shz.de von
11. Januar 2018, 05:00 Uhr

Das Ziel: Der Spielbetrieb soll trotz des Insolvenzantrags weiterlaufen. Doch dafür braucht der Itzehoer SV „umgehend“ Geld. Das betont der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Fachanwalt Dietmar Penzlin.

Kurz vor Weihnachten hatte der erst seit kurzer Zeit amtierende Vorstand um den Vorsitzenden Stephan Ulrich die Reißleine gezogen. Am 5. Januar wurde Penzlin zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, noch am selben Tag traf er sich mit Vorstand, Trainern, Betreuern, Spielern, Aktiven der Altliga und weiteren ISV-Mitgliedern. „Dabei ist allseits tatkräftige Unterstützung zugesagt worden.“ In engem Kontakt stehe er auch mit dem Schleswig-Holsteinischen Fußballverband, in der kommenden Woche gebe es eine Besprechung mit der Stadt als Verpächterin der Sportanlage am Lehmwohld. Penzlin strebt eine „Fortführungslösung“ über die laufende Saison hinaus an.

Im ersten Schritt müsse der Spielbetrieb in der Rückrunde gesichert werden, sagt Penzlin. Daher habe er unter anderem veranlasst, das Insolvenzgeld vorzufinanzieren, um die Vergütungen für Übungsleiter nachzuzahlen. Doch klar sei, dass der ISV jetzt Geld brauche, damit die Teams weiter auflaufen können. „Auf verschiedentlichen Wunsch“ hat Penzlin deshalb ein Treuhandkonto eingerichtet, Zuwendungen würden ausschließlich für den Spielbetrieb verwendet. „Alle Förderer sind aufgerufen, die Sanierung des ISV durch einen eigenen Beitrag zu unterstützen.“ Zudem muss die Vereinssatzung geändert werden, um die Mitgliedsbeiträge auch dann einziehen zu können, wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet wird. Noch in diesem Monat soll es dazu eine Versammlung geben.

> Info zum Treuhandkonto auf www.isv09.de

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