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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 23:33 Uhr

Benefizspektakel : Kalte Dusche für guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nur wenige Wagemutige bei der gemeinsamen Ice Bucket Challenge in Glückstadt. Am Ende gibt es eine kurze Wasserschlacht. Und gespendet wird auch.

Wer traut sich außer dem Chef und gießt sich einen Eimer Eiswasser über das Haupt? Der von Jens Schönbeck nominierte Glückstädter Bürgermeister Gerhard Blasberg vielleicht? Zahlreiche Kunden des Neukauf-Marktes Schönbeck waren genau wegen der Antworten auf diese Fragen am Freitagabend zum Kundenparkplatz an der Christian-IV.-Straße gekommen. Gerhard Blasberg zählte nicht dazu. Wegen eines anderen Termins hatte der Bürgermeister die Herausforderung Freitagmittag kurzfristig absagen müssen, will sie jetzt aber in anderer Form nachholen.

Mit Löschwasser aus einem Feuerwehrfahrzeug hatten Mitglieder der Glückstädter Jugendfeuerwehr gegen 18 Uhr schon einmal 89 gelbe Plastikeimer mit Wasser gefüllt. Zusammen mit den nach und nach eintreffenden Neugierigen, wartete der Feuerwehr-Nachwuchs ebenfalls gespannt auf die erste gemeinsame „Ice Bucket Challenge“ in der Elbestadt. Diese diente zudem in zweifacher Hinsicht einen guten Zweck: Obwohl als „Kaltduscher“ nicht zur Spende verpflichtet, wurden von Jens Schönbeck der ALS-Association 500 Euro zur Erforschung der Nervenkrankheit ALS überwiesen. Weitere 31 Euro kamen über die an den Imbiss- und Getränkewagen angebrachten Spendenbüchsen zusammen. Den Erlös aus dem Verkauf von Grillwurst und Getränken zum Selbstkostenpreis – stolze 650 Euro – erhält dagegen die Glückstädter Jugendfeuerwehr. Dort darf man sich außerdem über eine ganz spontane Einmalspende des Glückstädter Rechtsanwaltes Uwe Stöterau freuen. „Das besondere Engagement der Brandschutz-Kids ist mir auch ohne Gegenleistung 500 Euro wert“, kündigte Stöterau einen „warmen Regen“ für den Feuerwehrnachwuchs an.

Wahrscheinlich lag es an dem kurz nach 19.30 Uhr einsetzenden Regen, dass sich mit Beginn der Challenge nur rund 150 Zuschauer mit Regenschirmen auf dem Parkplatz eingefunden hatten. Mit Hilfe eines übervollen Einkaufswagens wurden Eiswürfel herbeigeschafft. Jens Schönbeck und sein fast vollständig angetretenes Teams schütteten anschließend in jeden Eimer Wasser eine große Tüte Crush-Eis. „Mehr als fünf Grad dürfte die Wassertemperatur jetzt nicht mehr haben“, meinte Mitarbeiter Tim Langner. Und dann war es soweit: Jens Schönbeck gab das Kommando Und er sowie seine Mitstreiter gossen sich unter dem Jubel der Umherstehenden das Eiswasser über den Kopf. Weil aus dem Publikum nur zehn Personen zum Mitmachen bereit waren, entwickelte sich mit den restlichen Wassereimern unter allen Teilnehmern eine regelrechte Wasserschlacht. Nach fünf Minuten war das Spektakel dann wieder vorbei.

„Ich fühle mich zwei Jahre jünger“ oder „Eine Super-Idee; jetzt ist mir aber kalt“, lauteten die Kommentare der Challenge-Unterstützer. Sie hatten allesamt im Verbrauchermarkt Ersatzkleidung deponiert. Kurz darauf stand die Crew um Jens Schönbeck mit einem Handtuch-Turban auf dem Kopf gut gelaunt wieder in der Menge. Wie Kristiane Lietzau machten sich auch andere Challenge-Mitwirkende daran, ihre nasse „Arbeitskleidung“ auszuwringen und anschließend am Getränkewagen mit einem Getränk auf eine erfolgreiche Veranstaltung anzustoßen.


>Infos zu Amyotrophe Lateral Sklerose (ALS): www.lateralsklerose.info


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