Kaffeewerk steht vor dem Verkauf

Auch die Produktionsstätte in Elmshorn soll Teil der Fusion  sein. Hier arbeiten etwa 100 Mitarbeiter.
Auch die Produktionsstätte in Elmshorn soll Teil der Fusion sein. Hier arbeiten etwa 100 Mitarbeiter.

shz.de von
04. Juni 2014, 14:53 Uhr

Der bisherige Jacobs-Konzern Mondelez plant seine Kaffeesparte mit der des niederländischen Unternehmens D. E Master Blenders (Senseo und Douwe Egberts) zusammenzulegen. Wie Mondelez mitteilte, könne noch nichts zu möglichen Auswirkungen auf die deutschen Standorte gesagt werden – auch nicht zu der Fabrik am Elmshorner Lönsweg.

Kaffeewerke betreibt der Konzern außer in der Krückaustadt auch in Bremen und Berlin. Aus der Fusion, die im kommenden Jahr über die Bühne gehen soll, würde die größte Kaffeefirma der Welt entstehen. Der Jahresumsatz soll dann bei mehr als fünf Milliarden Euro liegen. Mondelez würde mit 49 Prozent die Minderheit der Firmenanteile halten. Der amerikanische Konzern soll dafür fünf Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) in bar bekommen. Der Sitz der neuen Firma, die den Namen Jacobs Douwe Egberts (JDE) tragen soll, wird in den Niederlanden sein.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) befürchtet durch das Joint Venture der Konzerne den Abbau von Jobs. Stephan Meyer, Chef des Werkes in Elmshorn geht davon aus, dass die Produktionsstätte in der Krückaustadt bleibt. Die Befürchtungen der Gewerkschaft beziehen sich bislang auf einen Stellenabbau in der Verwaltung des Unternehmens, davon wäre der Standort Elmshorn, wo der Konzern 100 Mitarbeiter beschäftigt, weniger betroffen.

Der niederländische Konzern, mit dem Mondelez nun fusionieren will, wurde im vergangenen Jahr von der Holding der deutschen Milliardärsfamilie Reimann gekauft.

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