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Jugendaufbauwerk : Käufer gesucht – sonst droht der Abriss

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Kreispolitiker geben dem Jugendaufbauwerk Charlottenhöhe eine letzte Chance: Sollte kein Käufer gefunden werden, kommen die Abrissbagger. Eine Sanierung ist sehr teuer.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2015 | 17:56 Uhr

Seit 2012 steht das ehemalige Kreis-Jugendaufbauwerk Charlottenhöhe in Oelixdorf leer. Alle Verkaufsverhandlungen für Herrenhaus, Werkstatt- und Internatsgebäude scheiterten bisher. Der FDP-Kreistagsfraktion reichte es jetzt. Die Liberalen forderten in einem Antrag im Hauptausschuss den Abriss der Gebäude. Doch soweit mochte der Ausschuss noch nicht gehen. Er räumte dem Gebäude eine letzte Frist ein. Der Kreis als Besitzer soll das Ensemble noch ein letztes Mal zum Verkauf anbieten.

„Wir hökern seit langer Zeit mit dem Gebäude herum und zahlen nur noch für die Absicherung, ohne einen Wert zu haben“, betonte der FDP-Fraktionsvorsitzende Willi Göttsche. Das Gebäude liegt in exponierter Lage im Oelixdorfer Außenbereich, mit Blick auf die Stör und umgeben von Wald. Dies ist aber auch ein Problem: Die Gebäude halten den notwendigen Abstand zum Wald nicht ein, wie Kreisdezernent Friedrich Stork betonte. Eine Nutzung sei nur im bisherigen Rahmen genehmigungsfähig, Neues werde nicht zugelassen. Hinzu kommt, dass für die Renovierung der maroden Gebäude ein erheblicher finanzieller Aufwand notwendig ist. Der Kreis selbst hat nur noch Kosten, er muss für die Verkehrssicherung sorgen. Deshalb ist das Gelände auch mit einem hohen Zaun umgeben. Fazit von Friedrich Stork: „Eine Fortführung im bisherigen Zustand ist nicht sinnvoll.“

Geprüft hat der Kreis auch die Unterbringung von Flüchtlingen in den Gebäuden, sagte Stork auf Nachfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Reinhold Wenzlaff. Da dort maximal 80 Personen untergebracht werden könnten, lohne sich der Aufwand zur Herrichtung nicht, wies Stork den Vorschlag aus wirtschaftlichen Gründen zurück. Die Sanierungskosten würden im oberen sechsstelligen Bereich liegen.

Findet sich kein Käufer für das ehemalige Jugendaufbauwerk, wird mit Abbruchkosten in Höhe von 240  000 Euro gerechnet. Das Gelände soll dann an den Naturschutz gehen, 70  000 Euro könnte der Verkauf in die Kreiskasse bringen.

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