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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 07:43 Uhr

JuZe-Aus nicht kampflos hinnehmen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Fördervereinsmitglieder und Jugendliche planen gemeinsame Aktionen zum Erhalt des Burger Jugendzentrums

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 05:06 Uhr

Seit Burgs Gemeindevertreter im zuständigen Jugend- und Sportausschuss der Gemeindevertretung einstimmig die Schließung des Jugendzentrums empfohlen haben, ist dort nichts mehr, wie es mal war. Es herrscht rege Betriebsamkeit und auch die sonst eher von einer Handvoll Leuten besuchte Jahresversammlung des Fördervereins war diesmal mit knapp 20 Teilnehmern gut besucht. Die Mitgliederzahl des Fördervereins stieg seit Bekanntwerden der Schließungsabsichten von 23 auf aktuell 48 Mitglieder.

Zudem meldete sich nach Alt-Bürgermeister Hans-Peter von Osten (CDU) ein weiterer starker Befürworter des Jugendzentrums zurück: Dietmar Steffens. Der 61-Jährige ist so etwas wie der Urvater des Burger Jugendzentrums. Bereits beim in den 70er Jahren in der damaligen Realschule betriebenen ersten Burger Jugendzentrums war Steffens federführend mit dabei. Den Förderverein des neuen Jugendzentrums hob er 1993 zusammen mit dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden Rudi Hamann und anderen Mitstreitern aus der Taufe. Jetzt übernahm Steffens das Amt des Vorsitzenden im Förderverein.

Steffens warnte vor einer Schließung, denn damit kämen die Sachbeschädigungen im Ort zurück, genauso wie es einst vor Gründung des JuZes war. Besonders ärgert Steffens die Haltung mancher Verantwortungsträger im Ort, denen das Schicksal der JuZe-Besucher egal zu sein scheine. Deswegen wollen Jugendliche und Förderverein jetzt verstärkt für den Erhalt ihres Jugendzentrums werben. Auf dem Weihnachtsmarkt soll es einen Info-Stand geben, auf jeden Fall werden Info-Blätter verteilt. Eine Unterschriftensammlung für den Erhalt des JuZes läuft in dieser Woche an. In vielen Geschäften liegen die Sammellisten bereits aus. Alles fokussiert sich auf den 18. Dezember. Da trifft sich der Gemeinderat zu seiner letzten Sitzung im Jahr. Dort sollen die Jugendlichen angehört und über Erhalt oder Schließung endgültig entschieden werden. Darum bitten Förderverein und JuZe-Besucher Mitstreiter um ein möglichst zahlreiches Erscheinen auf der um 18 Uhr im kleinen Saal der Bökelnburghalle beginnenden Sitzung, um hier ein klares Zeichen für den Erhalt setzen zu können.

An der Versammlung des Fördervereins nahmen seitens der Gemeindevertretung lediglich die in der Kinder- und Jugendarbeit besonders aktiven Gemeindevertreterinnen Sabine Gehrken und Daniela Niebuhr (beide BurgAktiv) sowie Alt-Bürgermeister von Osten teil.

Den Neubau nach dem Brand des JuZe-Containers auf dem Pferdemarkt 2001 initiierte von Osten. Unter seiner Regie wurde 2002 das FC-Heim aufgestockt, dort entstand das neue Burger Jugendzentrum. Erzieher Thies Claußen ist seit fast 19 Jahren der Leiter des Burger JuZes, ist Ansprechpartner und Ratgeber der Jugendlichen. Zu ihm kommen sie mit ihren Sorgen, er kennt die Familien. Ihm zur Seite stehen zwei 450-Euro-Kräfte. Seit Februar sind dies Meike Halley und Svenja Röhrl. 700 Euro spendierte die Gemeinde 2013 für eine Disco Anlage, 500 Euro beträgt der allgemeine Zuschuss. Dazu kommt die Unterstützung des Fördervereins, beispielsweise bei der Fahrt in den Hansapark.

Claußen teilte mit, dass bei den sechs Disco-Veranstaltungen bis zu 60 Besucher kamen. An den Öffnungstagen kamen im ersten Halbjahr täglich um die 40 Kinder und Jugendliche ins JuZe, zurzeit sind es um die 25. Es gab Info-Veranstaltungen zu den Themen Alkohol und gewaltfreie Kommunikation. JuZe Besucher und Malerlehrling Patrick Tank strichen zudem kürzlich zusammen mit Svenja Röhrl zwei Räume neu.

Zum Abschluss wurde der neue Vorstand einstimmig gewählt: Vorsitzender Dietmar Steffens, Stellvertreter Thies Claußen, Kassenwartin Patrizia Flügel, Schriftwartin Svenja Röhrl, Tim Kuhrt, Timm Rohde und Nicole Paschek wurden Beisitzer. Rudi Hamann, der seit 20 Jahren die Kasse zusammen mit Steffens prüfte, steht künftig Conny Wiedemann zur Seite.



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