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Das macht Schule : Junge Schauspieler fesseln Publikum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Theatergruppe der Kaiser-Karl-Schule feiert eine gelungene Premiere mit der Aufführung des Stücks „Extrem laut und unglaublich nah“.

Der 11. September 2001 ist den Menschen im Gedächtnis eingebrannt, und wer einmal in der Frauenkirche in Dresden war, der merkt sich auch das Datum 13. Februar 1945. In der Nacht auf den 14. Februar wurde die Stadt und die Frauenkirche durch das Bombardement zu größten Teilen zerstört. Zwei der Basisthemen, die der Roman „Extrem laut und unglaublich nah“ von Jonathan Safran Foer behandelt. Die Theatergruppe an der Kaiser-Karl-Schule feierte jetzt Premiere mit Motiven nach der Romanvorlage.

Das Theaterstück erzählt die Geschichte des neunjährigen Oskar Schell, der den Anschlag auf die Twin Towers, dem World Trade Center (WTC), miterlebt und allein zu Hause die verzweifelten Anrufe seines Vaters auf dem Anrufbeantworter hört. Vater Thomas ist im 107. Stock des WTC und versucht, seine Familie zu beruhigen, während Mutter Linda zur Arbeit ist. Oskar hat das Asperger-Syndrom und denkt sich aberwitzige Erfindungen aus, denen es nicht an Charme fehlt, die ihn aber beruhigen. Der Junge erkennt physikalische Zusammenhänge und ist ein Mathe-Genie. Seine Familie kommt aus Dresden. Seine Großeltern haben zwar die Bombennacht überlebt, können aber die Erlebnisse von damals nicht vergessen. Durch die Anschläge brechen sich die Gefühle Bahn. Das Stück vermittelt die Ereignisse von 1945, die den heutigen in vielem ähneln.

Auf der Bühne wechselt das Geschehen zwischen Ist-Zeit und Vergangenheit, dadurch lernt das Publikum die Familiengeschichte kennen. Als Oskar einen versteckten Schlüssel und einen Umschlag mit dem Namen Black findet, geht er auf die Suche nach dem Schloss und findet am Ende eher durch Zufall und unbewusst, seinen Opa, der vor Jahren Oma Marie verlassen hatte.

Das emotionale Stück blickt in menschliche Tiefen, verpackt in eine bewegende Handlung. Die Professionalität der Darsteller lässt vergessen, dass es sich hierbei um eine Schüleraufführung handelt. Die jungen Schauspieler ab der 7. Klassenstufe fesselten das Publikum, und Hauptdarstellerin Annina Boneß, die als Oskar Schell so viele Emotionen durchlebt, beeindruckte in ihrer Rolle die Zuschauer. Die Gesamtleitung hatte Doris Brandt-Kühl, die gemeinsam mit ihren Schülern ein bewegendes Stück inszeniert hat und mit dem Ensemble auf der Bühne den frenetischen Beifall entgegennahm. Am Freitag, 20. Mai, wird es eine zweite Aufführung im Theater Itzehoe geben.

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