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Schüler planen : Junge Ideen für altes Hertie-Haus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schüler des Sophie-Scholl-Gymnasiums präsentieren Käufer Sven Haltermann ihre Ideen. Seit gestern wieder Strom im früheren Itzehoer Kaufhaus.

Sie kartierten die Innenstadt und erstellten Nutzungskonzepte: Im Rahmen des Erdkundeunterrichts entwickelten Neunt- und Zehntklässler des Sophie-Scholl-Gymnasiums (SSG) Zukunftsvisionen für das ehemalige Hertie-Gebäude. Nachdem sich die Schüler im ersten Halbjahr mit Stadtentwicklung beschäftigt und in Gruppen ihre Ideen für das seit vier Jahren leer stehende Gebäude erarbeitet hatten, kaufte überraschend Mitte Januar die Haltermann Immobilien GmbH das Gebäude. Darüber, dass sie ihre Ideen nun dem Inhaber Sven Haltermann und seiner Frau Heida präsentieren konnten, freuten sich die Schüler ebenso wie ihre Lehrerin Nadine Gudat: „Toll, dass Sie sich die Zeit genommen haben.“

Während die einen das 10 000 Quadratmeter große Gebäude zum modernen Fitnessclub umbauen wollten, stellten sich andere ein Einkaufszentrum vor. Allerdings: „Die Geschäfte sollen eine Ergänzung sein, keine Konkurrenz zu B & H und zum Holstein-Center“, so Hanna Saalfrank. Auch über Mischnutzungen hatten die Schüler nachgedacht: Anlaufstellen von Behörden könnten mit Geschäften unter einem Dach Platz finden, ein Generationenhaus könnte zu Sport, Unterhaltung und zum Bummeln einladen.

Auch Namensvorschläge gab es viele: FBI (Feel better Itzehoe), Westcoast-Shoppingmall oder Stör-Einkaufszentrum waren nur einige davon. „Habt ihr noch mehr Namen?“, wollte Heida Haltermann wissen. Es laufe die Sammelphase, in der Vorschläge auf allen Kanälen entgegen genommen würden.

Kurz skizzierte Haltermann seine Pläne in dem neuen Haus: „Wir werden das Erdgeschoss kurzfristig reaktivieren und dort preisgünstige Kleidung bis hin zur mittleren Preislage anbieten – nicht teurer“, so Haltermann. Etwa 20 Arbeitsplätze würden im Zuge dessen entstehen. Danach wolle man in die Planung für die weiteren zwei Etagen einsteigen. Einzelne Teile aus den vorgestellten Konzepten könnten dabei laut Haltermann Verwendung finden. „Wir bekommen heute Strom“, berichtete der Unternehmer. Jetzt komme zu Tage, ob Rolltreppen, Licht und Heizung noch funktionieren. „Ich habe die Katze im Sack gekauft.“ Im Frühjahr soll eröffnet werden, ein genauer Termin stehe noch nicht fest. Auch der Imbiss an der Ecke Oelmühlengang/Bekstraße soll wiederbelebt werden, drei Itzehoer Interessenten gebe es bereits.

In einer abschließenden Diskussionsrunde sprachen die Schüler mit ihren Gästen darüber, welche Möglichkeiten sich durch den Umbau des Hertie-Gebäudes für Itzehoe ergeben. Die Kreisstadt wieder konkurrenzfähig zu machen, sei zentrales Thema, meinte Anne Stahl. Vielfach wurde der Wunsch nach einer Filiale von H & M geäußert. Haltermann dazu: „Ich würde es begrüßen, wenn H & M käme“. Eine Konkurrenz zu seinem Modehaus B & H sehe er dabei nicht. Ganz im Gegenteil: „Es würde das Angebot erweitern und mehr Leute hier an den Ort ziehen.“

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erstellt am 11.Feb.2014 | 11:45 Uhr

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