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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 21:34 Uhr

Politik : Junge Filmer drehen in der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beitrag über Schutzstreifen und Sicherheit auf dem Fahrrad soll bei Youtube eingestellt werden

Itzehoe | „Gerade als ich gekommen bin, ist schon wieder ein Auto halb über den Fahrradschutzstreifen gefahren“, erzählt Katja (10 Jahre), während sie ihren Helm abschnallt. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Junior-Jugendparlaments sowie Carsten Roeder und Florian Fast vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt traf sie sich jetzt für eine besondere Aktion. „Wir wollen einen Film drehen“, erklärt die zehnjährige Liv. Thema ist der Fahrradschutzstreifen in der Kaiserstraße.

Vor einiger Zeit schon hätten sich die Kinder Gedanken gemacht, wie gefährlich es sei, wenn Autos den Fahrradschutzstreifen nicht beachten, erklärt Carsten Roeder. Mit dem Film wollen die elf Kinder aus dem Junior-Jugendparlament nun auf das Problem aufmerksam machen. In ihrem Film zeigen sie, wie ein Kind auf einem Fahrrad von einem Auto angefahren und verletzt wird. „Die Autofahrer sollen wissen, dass man nicht auf dem Streifen fahren darf“, sagt Liv. Schon seit Monaten wird über den Masterplan Radverkehr in der Stadt beraten. Mittlerweile liegt der Entwurf eines Planungsbüros vor. „Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses und die Ratsmitglieder werden die Unterlagen noch vor dem Sommer bekommen“, sagt der Leiter der Tiefbauabteilung, Bodo Schmedtje. Noch sei unklar, ob es dann zu einer Entscheidung komme. Laut Gesetz müssten jetzt schon die Fahrradverkehre auf die Straße verlagert werden – dort wo es geht. Wenn es einen Radweg gebe, müsse der aber auch benutzt werden. Nach Umbauten würden jetzt Gehwege geschaffen, die mit einem Schild „Radfahrer frei“ versehen würden. „Dann hat der Radfahrer die Wahl, ob er auf dem Gehweg Rücksicht auf die Fußgänger nehmen muss oder die Straße nutzt“, so Schmedtje.

Die Kinder haben Bedenken auf der Straße zu fahren. Für den Film hatten sie mehrere verschiedene Drehorte gewählt, für die technische Unterstützung stand Medienpädagoge Florian Fast mit Rat und Tat zur Seite. „Die Idee kommt von den Kindern“, erklärt Roeder. Die Erwachsenen wollten nur unterstützen. Der Dreh des Films verlief gut. „Es macht sehr viel Spaß“, berichtet der elfjährige Lukas.

Für das Ende haben sich die Kinder eine besondere Problemlösung ausgedacht. Wie der Film ausgeht, wollen sie aber nicht verraten. Das Video kann, sobald es fertig ist, auf der Internetplattform YouTube angesehen werden.



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