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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 23:01 Uhr

Hohenlockstedt : Jugendparlament startet durch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sechs neue Mitglieder sind jetzt dabei und wollen dafür sorgen, dass das Hohenlockstedter KiJuPa mehr Aufmerksamkeit erhält.

Die politische Landschaft in Hohenlockstedt ist nun für eine weitere Amtsperiode um einige Aktive reicher. Im Jugendzentrum (JuZe) stand die Wahl zum „4. Hohenlockstedter Kinder- und Jugendparlament“ (KiJuPa) an. Für eine Wahlzeit von zwei Jahren wurden neun Mitglieder in das bereits vierte KiJuPa entsandt, sechs von ihnen sind neu.

„Aus den bisherigen Erfahrungen haben wir einige Schlüsse gezogen“, sagt Erzieherin und JuZe-Leiterin Meike Nielsen. So wurde das Alter, in dem die Jugendlichen mitmachen können, per Satzungsänderung um drei auf 21 Jahre hoch gesetzt. „Da nun erstmals junge Erwachsene mit dabei sein können, erhoffen wir uns eine größeres, stärker selbstbestimmtes Engagement“, erläuterte ihr Kollege Jannick Nyssen. Und diese Spanne wurde voll ausgeschöpft.

Nun stehen einige drängende Fragen im Raum, die noch in diesem Jahr geklärt werden sollen. „Wir müssen klären, ob noch ein ‚Water-Tower-Festival‘ statt finden soll“, so Meike Nielsen. Dieses war im vergangenen Jahr nicht zustande gekommen. „Wenn ja, muss es kurzfristig angegangen werden, da wir ja auch die Bands verpflichten müssten.“ Im Raum stehe auch, ein Festival mit einer anderen musikalischen Ausrichtung – beispielsweise elektronische Musik – zu veranstalten.

Nun wollen die Mitglieder jeden Donnerstag um 18.30 Uhr im JuZe zu Arbeitstreffen zusammen kommen. „Wir wollen mehr in die Öffentlichkeit gehen und mehr Präsenz in Hohenlockstedt zeigen“, so Meike Nielsen. Die Jugendparlamentarier wollen sich stärker als zuvor ins politische Geschehen einmischen und Ideen einbringen. „Da haben wir aus den vorherigen Parlamenten etwas dazu gelernt“, sagt Jannick Nyssen. Deshalb appellieren beide nun an die Selbstständigkeit des neuen Parlamentes. Das vergangene sei sehr still gewesen. Zuletzt allerdings hätten die Mitglieder einen Großteil der Zuschauer bei Ausschusssitzungen gestellt. „Bei der letzten Sozialausschusssitzung sind zwei von ihnen sogar aufgestanden und haben den Mitgliedern etwas über ihre Gedanken zu Themen im Ort mitgeteilt. Das war sehr schön als Rückmeldung“, so Jannick Nyssen.

Nachgefragt haben sie dann beim Bürgermeister, warum sie bei den Sitzungen nicht mit am Tisch sitzen dürfen. Dieser habe inzwischen geantwortet, dies hätte den Grund darin, dass sie durchaus die Möglichkeit zum Sprechen hätten, aber nicht an den Abstimmungen teilnehmen dürften. Aber man wolle zu einer Lösung finden.

„Wir hoffen nun, dass sich die Mitglieder im Jugendparlament aktiver einbringen und sind guter Dinge“, so Meike Nielsen, „denn sie kennen sich alle untereinander“. Sie stehen in der Ausbildung, einige gehen noch zur Schule. Dass einige einen Führerschein haben, andere gerade einen machen, erleichtere die Sache wegen der größeren Mobilität sehr.

Zum Schluss feierten die Jugendlichen ihre Wahl standesgemäß: bei einer kleinen Wahlparty mit Disco-Musik.

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erstellt am 06.Jun.2016 | 12:54 Uhr

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