zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 16:21 Uhr

Lokalpolitik : Jugendparlament kann loslegen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zehn Brunsbütteler Jungen und Mädchen gewählt. Auftaktsitzung am 30. Oktober.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 04:45 Uhr

Fürs erste Mal ein gutes Ergebnis, sagt Christian Funck: 324 von 1536 wahlberechtigten, jungen Brunsbüttelern zwischen 12 und 22 Jahren haben bei der Wahl zum Jugendparlament der Schleusenstadt mitgemacht. Das seien 22,59 Prozent, rechnet Funck vor, Bei ihm liefen im Rathaus die Fäden zur Wahl am Montag zusammen. Gestern wurden die Stimmen ausgezählt. Funck ist auch deshalb zufrieden mit dem Ergebnis für das erste Jugendparlament in Brunsbüttel, weil selbst auf höherer Ebene oft nur ein ähnlich Wahlbeteiligung zu beobachten sei: „Direktwahlen von Bürgermeistern in Schleswig-Holstein liegen oft auch unter 30 Prozent.“ Das neue Gremium in der Selbstverwaltung der Stadt sei noch eine unbekannte Größe – für alle Beteiligten, lässt er durchblicken. „Es läuft noch nicht alles perfekt.“

Ins neue Jugendparlament gewählt wurden zehn von 15 möglichen Bewerbern. Das liegt daran, dass es für die Altersgruppe 20 bis 22 Jahre keine Kandidaten gab. Das Jugendparlament trifft sich am 30. Oktober, 17.30 Uhr, im Rathaus zu seiner ersten Sitzung.

Christian Funck bat zu berücksichtigen, dass das Mindestalter für die Stimmabgabe bei zwölf Jahren lag. Das bedeutete, dass zum Beispiel die Jungen und Mädchen aus dem 5. und 6. Schuljahr noch nicht wählen durften. Für die Durchführung der Wahl besuchte am Montag ein beweglicher Wahlvorstand mit Christian Funck und Jacqueline Ladwig die weiterführenden Schulen (wir berichteten). An der Gemeinschaftsschule konnte von 8 bis 10 Uhr und im Förderzentrum von 10.15 bis 11.15 Uhr gewählt werden. Am Bildungszentrum war das Wahl-Klassenzimmer von 11.30 bis 14 Uhr und von 17 bis 20 Uhr geöffnet – „länger als bei jeder Bundestagswahl“, scherzte Christian Funck.

Die höchste Wahlbeteiligung an den Schulen registrierte die Gemeinschaftsschule mit rund 90 Prozent, gefolgt vom Förderzentrum mit 80 Prozent. Deutlich geringer lag die Beteiligung am Gymnasium, obwohl es die meisten Bewerber aufgestellt hatte. In beiden Altersgruppen konnten jeweils zwei Bewerber angekreuzt werden.

Ich bin hoch erfreut“, kommentierte Ratsherr Heinz Zindler (Graue Panther) die erfolgreiche Wahl eines Jugendparlaments. Zindlers Vorstoß brachte vor einem Jahr die Initiative zur Wahl ins Rollen. Er möchte über diese Form der Beteiligung an bei städtischen Entscheidungen junge Menschen für Politik begeistern. Dass eine ganze Gruppe nun nicht vertreten sein wird, müsse akzeptiert werden: „Da kann man nichts machen.“ Großer Dank gebühren den Leitern von Gymnasium und Gemeinschaftsschule. Hans-Walter Thee und Hans-Peter Stein hätten im Vorfeld an beiden Schulen die Idee des Jugendparlaments unterstützt. Das erfuhr gestern bereits eine Würdigung aus dem Kieler Sozialministerium. Christian Funck: „Die freuen sich, dass wir sowas jetzt auch haben.“

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen