zur Navigation springen

Kommunalpolitik : Jugendliche wählen ihr Parlament

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach zehn Jahren ein neuer Versuch: Am 6. Oktober wird ein Jugendparlament in Brunsbüttel gewählt.

von
erstellt am 31.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Mitreden bei Entscheidungen der städtischen Gremien, Sprachrohr sein für die Jugendlichen in Brunsbüttel, Gefallen finden an kommunalpolitischer Arbeit – das ermöglicht die Mitwirkung im Jugendparlament. 1550 junge Brunsbütteler zwischen 12 und 22 Jahren sind aufgerufen, einerseits für dieses neue Gremium zu kandidieren und andererseits ihre Vertreter in das Jugendparlament zu wählen. Die Abstimmung findet Montag, 6. Oktober, statt. Wahllokale sind das Gymnasium, die Gemeinschaftsschule und das Förderzentrum.

„Bei vielen Entscheidungen, die die Interessen der Jugend unserer Stadt berühren, kann ein Jugendparlament nun mitgestalten und sogar mitbestimmen“, wirbt Bürgermeister Stefan Mohrdieck um große Beteiligung an diesem neuerlichen Versuch, nach zehn Jahren ein Jugendparlament in Brunsbüttel zu etablieren. Die Initiative dazu hatte vor knapp einem Jahr der Grauen-Ratsherr Heinz Zindler ergriffen, im Januar sprach sich der Ausschuss für Jugend, Gesundheit, Sport und Soziales einhellig dafür aus, die Jugendbeteiligung zu probieren.

Stefan Mohrdieck betont, dass ihm eine stärkere Einbeziehung junger Menschen in Entscheidungen schon lange wichtig sei: „Ich bin der Meinung, dass die Jugendlichen hier zu kurz kommen.“ Das Jugendparlament sei „ein offizieller Weg, den man nicht umgehen kann“. Und es sei ein Zeichen, dass die Zielgruppe von den erwachsenen Ratspolitikern ernst genommen werde.

Jetzt kommt es darauf an, dass sich eine breite Schar Kandidaten findet. Die können sich mit einem formlosen Schreiben an die Stadtverwaltung wenden. Meldeschluss ist am 19. September. Name, Geburtsdatum, Art der Schule oder des Ausbildungsberufs müssen angegeben werden. Die Kandidaten werden online auf der Homepage der Stadt vorgestellt. Und: Alle von der Einrichtung eines Jugendparlaments betroffenen Jungen und Mädchen in Brunsbüttel bekommen Post von der Verwaltung, in der das Procedere erklärt wird.

Die Beteiligung sei eine große Chance, wirbt der Bürgermeister. Denn: „Mit der Gründung eines Jugendparlamentes möchte die Stadt Brunsbüttel weit über die rechtlich eingeforderte Beteiligung hinaus die bestmöglichen Bedingungen für eine gelungene Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen schaffen.“ Die Jugendeinwohnerversammlungen hätten in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass es Bedarf gebe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen