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Norddeutsche Rundschau

24. September 2017 | 03:33 Uhr

Bildung : Jugendliche nutzen ihre Chance

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Alle Teilnehmer des Projektes Produktives Lernen der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld haben einen Ausbildungsplatz bekommen

shz.de von
erstellt am 30.Jun.2015 | 05:07 Uhr

Eigentlich wollte er Koch werden. Doch ab August wird Dustin Nintemann sich um die Lastwagen beim Autohaus Süverkrüp und Ahrendt kümmern. Der 16-Jährige ist einer von sieben Jugendlichen, die am Projekt Produktives Lernen der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld teilgenommen haben. „Und sie haben alle einen Ausbildungsplatz bekommen“, jubelt Lehrerin Almut Sanchez, die die Schüler als Lerncoach betreut. Das sei keinesfalls selbstverständlich für junge Menschen, die den ersten allgemeinen Schulabschluss anstrebten.

Seit 2012 gibt es das Projekt Produktives Lernen an der Gemeinschaftsschule. „Wir kümmern uns um Schüler, denen die praktische Arbeit mehr liegt als das reine Lernen in der Schule“, sagt Sanchez. Die Jugendlichen haben zwei Jahre lang an zwei Tagen in der Woche Unterricht, an drei Tagen absolvieren sie Praktika, die sie sich selbst organisieren. „Das schult die Eigenständigkeit und gibt den Schülern Selbstbewusstsein“, sagt Sanchez. „Sie können stolz auf sich sein.“ Denn jetzt haben sie Jobs als Einzelhandelskaufleute, Tischler, Maler und vieles mehr. Wichtig sei, dass die Schüler sich ausprobieren könnten, jeder hat einen eigenen kleinen Berufslebenslauf erstellt, auf dem die verschiedenen Stationen aufgemalt sind.

So wie Milena Oltersdorf. Sie wollte ursprünglich Erzieherin werden, aber bei einem Praktikum im Kinderhaus Blauer Elefant habe sich schnell gezeigt, „dass das nichts für mich ist“. Es folgten Praktika im Einzelhandel und schließlich bei mehreren Friseuren. „Irgendwann habe ich gemerkt, dass das das Richtige für mich ist.“

Und so haben alle Jugendlichen ihren individuellen Weg genommen. „Es ist uns wichtig, dass wir unsere Praktikanten so gut es geht kennenlernen“, sagt Jutta Koschnick von Süverkrüp und Ahrendt. Und ihr Kollege Lutz Munsche ergänzt: „Bei Dustin und unseren Monteuren hat das gleich gepasst. Die haben gesagt: ,Wir wollen den oder keinen.‘“

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