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Jugend und Beruf fusioniert mit der Schuldnerberatung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2015 | 15:07 Uhr

Es geht weiter, der ehrenamtliche Vorstand des Vereins Jugend und Beruf e.V. wird seine Arbeit fortsetzen. Dazu werden die Vereine Jugend und Beruf Wilster und die Ökumenische Schuldnerberatung Itzehoe eine Fusion eingehen.

Auf der Jahresversammlung im Amt Wilstermarsch fassten die anwesenden Mitglieder einstimmig den Beschluss, den Vorstand zu beauftragen, die nötigen Schritte vorzubereiten. „Es muss ein Verschmelzungsvertrag aufgesetzt, die Satzungen entsprechen geändert und ein neuer Name gefunden werden“, erläuterte Gerhard Jens (Foto) das Vorgehen. Beide Vereine mit den Vorsitzenden Jens für Jugend und Beruf sowie Bernd Hannemann für die Schuldnerberatung arbeiten seit Jahren eng zusammen.

„Wir haben schon gemeinsame Vorstandssitzungen gehabt und kennen uns“, erklärte Bernd Hannemann. Die Vereine sind alleine kaum noch handlungsfähig. Zu viele Einschränkungen in den Bereichen der Langzeitarbeitslosigkeit und Schuldnerberatung schränken die Ehrenamtler immer mehr ein.

Jens und Hannemann betonten, dass, auch wenn beide unter dem Dachverband Diakonie Altholstein weiterarbeiten, die Vereine ihre eigenen Identitäten behalten sollten. „Alles läuft weiter wie bisher, auch die Gelder von Stadt und Amt fließen wie gehabt in unsere Arbeit und die Steinburg Sozial gGmbH.“

Dazu hatte Geschäftsführerin Christine Hertwig zuvor von einem „relativ guten Jahresabschluss mit einer voraussichtlich schwarzen Null“ gesprochen. „Die genauen Zahlen liegen uns noch nicht vor, aber es sieht gut aus.“ Die Schuldnerberatung und das Bahnhofsprojekt mit der Bahnhofsmission und der Fahrradstation laufen trotz Kräfteabbau gut. Hertwig bemängelte in anderen Beriechen die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Steinburg. „Eine Kooperation und ein Verhandeln auf Augenhöhe ist nicht möglich.“

Auch Bernd Hannemann sieht im Jobcenter Steinburg keinen Partner mehr. „Es kann nicht sein, dass wir als Verein uns für das ehrenamtliche Engagement rechtfertigen müssen und immer mehr eingeschränkt werden“, so der Schuldnerberater.

In seinem Jahresbericht hatte Gerhard Jens ebenfalls die Arbeitsmarktpolitik im Kreis Steinburg kritisiert: „Es ist nicht nachvollziehbar, hier werden Langzeitarbeitslose aus ihrem sozialen Gefüge gerissen und ihrer Würde beraubt.“ Mit der Vereinsfusion soll versucht werden, durch die Bündelung von Energien und Kräften gemeinsam auch gegen diese Entwicklung zu halten. „Unsere Arbeit ist zu wichtig, um aufzugeben“, fasste Eike Starck zusammen.

Die Vorstandsmitglieder wurden bei den anstehenden Wahlen von den Anwesenden in ihren Ämtern bestätigt und wollen noch in diesem Jahr die Zusammenlegung der Vereine abschließen. Bürgermeister Walter Schulz und seine anwesenden Amtskollegen begrüßten den Entschluss und sagten ihre weitere Unterstützung zu. „Wir werden versuchen, auf eure Nöte und Wünsche schnell positiv zu reagieren“, sagte Schulz.

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