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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 09:20 Uhr

Jugendparlament : Jugend soll beteiligt werden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einstimmiger Beschluss im Fachausschuss. Nun muss die Brunsbütteler Jugend das Angebot der Stadt annehmen und das geplante Jugendparlament mit Leben füllen.

von
erstellt am 17.Jan.2014 | 05:00 Uhr

Junge Menschen in der Schleusenstadt sollen die Lokalpolitik entdecken und bei Entscheidungen mitreden können: Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Gesundheit, Sport und Soziales Mittwochabend, einem Vorstoß von Ratsherr Heinz Zindler (Graue Panther) zu folgen und in Brunsbüttel ein Jugendparlament auf den Weg zu bringen. In Schulen und Vereinen soll nun dafür geworben werden. Denn nun, so die einhellige Meinung im Ausschuss, sei es an den Jugendlichen, das Angebot wahr zu nehmen.

Dass sie deren Anwesenheit in der Sitzung vermisste, machte Bettina Jebens (FDP) deutlich. Mit Finn-Hendrik Witt (18) von der Schülervertretung (SV) des Brunsbütteler Gymnasiums war nur ein Vertreter der Zielgruppe erschienen. „Die jungen Leute sind gefordert, andere mitzubringen“, erklärte die Liberale. Grundsätzlich befürworte sie Zindlers Antrag: „Man kann gar nichts dagegen haben. Jedes Engagement ist willkommen.“

Auch die anderen Ratsfraktionen signalisierten Unterstützung, hinterfragten aber das Interesse der jungen Brunsbütteler. Jens Harbeck (CDU): „Wie weit ist der Bedarf bei den Jugendlichen vorhanden?“

Eine Antwort darauf ließ sich nicht finden. Dennoch gab es auch für Bernhard Wutkowski (SPD) keinen Zweifel: „Wir müssen einfach mal anfangen, um zu zeigen, dass wir Willens sind, etwas für die jungen Leute zu tun.“ Zugleich warnte er davor, ein Jugendparlament schon im Vorfeld kaputt zu regulieren.

Heinz Zindler hatte dem Antrag auch einen Satzungsentwurf beigefügt. So sollen die weiterführenden Schulen sowie die Außenstelle der Berufsschule und das Haus der Jugend Mitglieder entsenden. Außerdem wurde angeregt, junge Vereinsmitglieder und Azubis für die Idee zu begeistern. Heinz Zindler verspricht sich davon frischen Wind und neue Ideen in den „teils verstaubten Gesprächs- und Planungsrunden“.

Diese Idee gab es zuletzt vor zehn Jahren, damals von Oliver Kumbartzky eingebracht. Doch der FDP-Ratsherr scheiterte: Ein Jugendparlament schaffe zu viel Verwaltungsaufwand. Das bestätigte Rathausmitarbeiterin Silke Neugebauer jetzt. Die nötige Betreuung könne personell nicht geleistet werden. „Das ist ein K.O.-Kriterum“, wehrte Bettina Jebens ab. Und Heinz Zindler konstatierte: „Wenn wir das nicht auf den Weg bringen, ist es ein schwaches Bild.“

Immerhin, mit Finn-Hendrik Witt konnte er an diesem Abend den ersten ernsthaften Interessenten präsentieren. Der Schüler ist überzeugt, dass sich noch mehr Jugendliche in der Stadt begeistern lassen werden.

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