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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 19:40 Uhr

Umzug : Jugend freut sich auf neues Domizil

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zum 1. April wechselt das Jugendzentrum vom Bischofer Deich ins ehemalige Hausmeisterhaus. Es herrscht große Vorfreude bei Jugendlichen und Betreuern.

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2016 | 17:54 Uhr

Das Sofa muss mit, die Stapelstühle aus der alten Eisdiele auch. Und natürlich der Billardtisch und das Kickerspiel. Nach rund zehn Jahren geht für das Jugendzentrum Wilster (Juze) eine Ära zu Ende – zumindest am jetzigen Standort. Zum 1. April zieht die Einrichtung vom Bischofer Deich ins ehemalige Hausmeisterhaus am Schulzentrum. „Wir freuen uns schon ganz doll“, geht Juze-Mitarbeiterin Bärbel Jahnke-Behrens davon aus, dass sich hier ganz neue Entfaltungsmöglichkeiten eröffnen. Auch Juze-Chef Jens Grimm hofft: „Vielleicht ergeben sich dann ja auch gemeinsame Aktivitäten mit der Schule.“

Abgesehen von der Vorfreude auf das neue Domizil ziehen beide eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres. Jahnke-Behrens und Grimm setzten auch 2015 wieder auf bewährte Aktivitäten. „Total klasse“ sei wieder der Aufenthalt auf Föhr gewesen, der, so hebt Bärbel Jahnke-Behrens hervor, wiederum nur dank Spendengeldern möglich gewesen sei.

Großer Beliebtheit hätten sich bei den Juze-Besuchern auch wieder diverse Ausflugsfahrten erfreut. Die Jugendpfleger achten dabei stets darauf, dass den Jugendlichen kein fertiges (und dann auch teures) Konsumprogramm geboten wird. So hatte es in den Osterferien eine Tour nach Hamburg gegeben, wobei die Hansestadt dann ausgiebig zu Fuß oder per HVV-Ticket erkundet worden war. „Das ging die Elbe rauf und runter.“ Radfahren, Mini-Golf, Kickerturnier, Besuche benachbarter Jugendzentren und auch mal eine Hafenrundfahrt in Hamburg: Die Jugendlichen aus Wilster konnten über mangelnde Bewegung nicht klagen.

Nicht so bewährt hat sich hingegen die Gartenarbeit. Entsprechend wurde die Juze-Parzelle in der Kolonie der Schrebergärtner jetzt auch gekündigt, zumal die Anlage nach dem Umzug nicht mehr vor der Haustür liegt.

Sehr gut nachgefragt werde hingegen die täglich angebotene Schularbeitenhilfe. Inzwischen werde diese auch von zahlreichen Migranten-Kindern gerne wahrgenommen.

Ohnehin ist das Jugendzentrum im vergangenen Jahr zur zentralen Anlaufstelle für Flüchtlinge geworden. Jeden Donnerstag um 18 Uhr treffen sich hier Neuankömmlinge und ehrenamtliche Helfer. „Das klappt auch ganz gut“, freut sich Jens Grimm, der sich nebenamtlich auch um die Flüchtlingsbetreuung kümmert. „Das Schöne dabei ist auch: Hier müssen sie deutsch sprechen.“ Die regelmäßigen Treffen sollen auch im neuen Gebäude am Schulzentrum weitergeführt werden. Hier hofft auch Jens Grimm auf erweiterte Betätigungsmöglichkeiten, da zum Beispiel der Schulhof mitgenutzt werden könne. „Hier können wir auch mal raus“, zeigt er den Unterschied zum jetzigen Juze im ersten Stock eines einstigen Pflegeheimes auf. Derweil laufen aber auch schon die Planungen für das neue Jahr. Der Ausflug nach Wyk auf Föhr ist schon gesetzt. Und ab 9. Januar ist im Juze dann auch die kurze Winterpause zu Ende.

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