Dienstjubiläum : Jürgen Schröder – seit 25 Jahren Bürgermeister für „sein“ Neuenbrook

Neuenbrooks Bürgermeister-Jubilar Jürgen Schröder (6. von rechts) inmitten „seiner“ Gemeindevertreter.
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Neuenbrooks Bürgermeister-Jubilar Jürgen Schröder (6. von rechts) inmitten „seiner“ Gemeindevertreter.

Jürgen Schröder hat Neuenbrook geprägt wie nur wenig andere Menschen – seit 25 Jahren ist der Bürgermeister der Gemeinde.

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06. Mai 2015, 11:54 Uhr

Jürgen Schröder ist seit 25 Jahren Bürgermeister „seiner“ Gemeinde Neuenbrook. Jetzt wurde das Amtsjubiläum in Strüvens Gasthof gefeiert. „Ich bin heute aufgeregter als vor 25 Jahren“, gab Schröder gleich zu Beginn seiner Rede zu. Gleichzeitig betonte er, dass „dieser Tag nicht mir allein gehört“, sondern auch den übrigen Mitgliedern der Gemeindevertretung, mit denen er die wichtigen Entscheidungen für das 688-Einwohner-Dorf stets abstimme. Als Teamspieler bestand der Jubilar auch darauf, auf dem Zeitungsfoto im Kreise seiner Politik-Kollegen abgelichtet zu werden.

„Du hast viel bewegt in deiner Zeit als Gemeindevertreter und Bürgermeister“, betonte Schröders Stellvertreterin Susanne Pagel. Großprojekte wie die Ortsentwässerung und ein Neubaugebiet seien unter seiner Regie verwirklicht worden. Neuenbrook habe sich als familienfreundliche Gemeinde positioniert und Projekte wie den Schulapfel und einen Bürgerwindpark umgesetzt. Es gebe einen „funktionierenden Kindergarten“ und eine ebensolche Grundschule, und auch das gemeinsam mit Rethwisch geplante Gewerbegebiet komme voran. Nicht zu vergessen das neue Gemeindezentrum, das im Herbst 2016 vollendet sein soll.

Pagel wünschte Schröder weitere „schöne Jahre als Bürgermeister“ und dankte dessen Familie für deren Unterstützung und Rücksicht auf das zeitraubende Ehrenamt.

Amtsvorsteher Harm Früchtenicht ging auf Schröders Fähigkeit ein, Menschen von seinen Ideen überzeugen zu können. Den Jubilar bezeichnete er als „durch und durch Neuenbrooker“, das Bürgermeisteramt sei für Schröder stets „ein Stück Lebensinhalt“ gewesen. Auch auf Amtsebene habe dieser „viel geleistet“. Ähnlich sah es Steinburgs stellvertretender Landrat Heinz Seppmann, der Schröders Engagement für die Region hervorhob. Außerdem übergab Seppmann dem Jubilar die Ehrenurkunden von Kreis und Land.

Neuenbrooks Wehrführer Peter Strüven bedankte sich für die „immer gute Zusammenarbeit von Feuerwehr und Gemeindevertretung“. Schröder sei nicht nur ein halbes Jahrhundert Mitglied der Wehr, sondern habe diese auch stets tatkräftig unterstützt. „Du bist einer von uns“, so Strüven.

Und Schröder selbst? Dem war angesichts der Lobreden die Rührung deutlich anzumerken. Der 76-Jährige sitzt bereits seit Dezember 1973 in der Neuenbrooker Gemeindevertretung und hatte somit schon reichlich politische Erfahrung, als er 1990 die Chefposition übernahm. Das Ehrenamt macht ihm immer noch Spaß, doch aus Altersgründen soll die aktuelle Legislaturperiode seine letzte sein. Voraussichtlich 2018 muss sich das Dorf also nach einem neuen Bürgermeister umsehen.

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