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Liliencronschule : Jubiläumsfeier als Spiegelbild der Geschichte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seit 50 Jahren gibt es die Lägerdorfer Schule am jetzigen Standort. Zahlreiches Gäste kamen zum Fest mit anschließendem Umzug.

Einen interessanten Ausflug in die Geschichte unternahmen die Redner in der voll besetzten Sporthalle der Liliencron-Schule. Anlass war das 50-jährige Jubiläum, das mit einem Festakt und anschließendem Umzug durch das Dorf, begleitet von der Feuerwehrkapelle, gefeiert wurde.

Die kommissarische Schulleiterin Sarah Hauptmann freute sich bei der Begrüßung über die große Zahl der Gäste und leitete gleich zu den Festrednern über. Den Beginn machte Hermann Helfrich, der 40 Jahre Lehrer an dieser Schule war, in den letzen Dienstjahren Schulleiter. „Mich kurz zu fassen, das ist angesichts der großen Zahl derer, die 50 Jahre Schule in Lägerdorf gemacht haben, ein geradezu aussichtsloses Unternehmen“, meinte Helfrich schmunzelnd. Vor 50 Jahren hieß die Schule noch Grund-, Haupt- und Sonderschule Lägerdorf. Gebaut worden war sie 1965, nachdem die ehemalige Mädchenschule an der Post und die Knabenschule am Jahnplatz nicht mehr den damaligen Anforderungen entsprach. Die damalige Empfehlung an die Gemeinde lautete, eine neue, größere Schule zu errichten. Diese wurde im August 1965 bezogen. Helfrich rief die Schulleiter, Lehrkräfte, Sekretariatsmitarbeiterinnen und Hausmeister in Erinnerung. Ende der 80er Jahre dann begannen die Schülerzahlen sich stetig zu verringern. Das gipfelte zwischen 2004 und 2006 in einem Umbruch. Das Kollegium wurde immer kleiner, aus der Grund-, Haupt- und Sonderschule wurde eine Grundschule, für die seit Anfang dieses Jahres Sarah Hauptmann kommissarische Leiterin ist. Ebenso wie Helfrich stellte Steinburgs Schulrat Arnold Rehder ihr Wirken heraus. Der Schulrat ging auf die Sorge um die Zukunft des Schulstandortes ein. Rehder zeigte sich zuversichtlich, dass sich aufgrund zunehmender Zahl von Kindern aus Asylbewerber-Familien die Lägerdorfer Schülerzahlen über Jahre stabilisieren.

Bürgermeister Heiner Sülau zeigte sich ebenfalls optimistisch, dass die Standortschule bestehen bleiben werde. Er hofft, dass die Schule wieder bei 95 Schülern landen werde. Zurzeit sind es nicht ganz 90. Sülau dankte sowohl den Lehrkräften als auch den Mitgliedern im Förderverein um Vorsitzende Regine Fritz für ihren Einsatz – und für die gelungene Organisation der Jubiläumsfeier. Zudem wies er auf das starke Engagement der Gemeindevertreter für die Schule mit der „modernsten Schulküche in Schleswig-Holstein und einem der schönsten Schulhöfe in der näheren Umgebung“ hin. Sarah Hauptmann fügte ihren Dank an alle Kollegen und Mitarbeiter der Schule hinzu, „die täglich über ihre Grenzen gehen und gemeinsam mit mir dafür sorgen, dass es hier nie langweilig wird.“ Anschließend kamen die Kinder auf die Bühne, um den Song „ We all live in a yellow submarine“ zu singen. Dafür ernteten sie starken Applaus.

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