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Jubiläum: St. Marienkirche vor 50 Jahren errichtet

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit einer Abschlussandacht ist gestern Nachmittag für die Katholische Kirche „St. Marien“ in Glückstadt ein ganz besonderer Tag zu Ende gegangen: Das Gotteshaus in der Königsberger Straße 1 wird dieser Tage 50 Jahre alt. Das Kirchweih-Jubiläum ist gestern mit dem Hochamt gebührend begangen worden. Hierzu war der durch Papst Johannes Paul II zum Weihbischof ernannte Dr. Hans-Jochen Jaschke nach Glückstadt gekommen.

Eigentlich gibt es die Katholische Kirche in Glückstadt schon seit 380 Jahren. „Der in Glückstadt lebende spanische Konsul Gabriel de Roy hatte die Erlaubnis erhalten, in seinem Haus in der Namenlosestraße/Reichenstraße einen katholischen Gottesdienst zu feiern“, erzählte Annette Engemann. Die Messe wurde seinerzeit vom Dominikanerpater Dominicus Jansen zelebriert.Elf Jahre später wurden die Dominikaner von den Jesuiten abgelöst und des Gebäude Am Hafen 25 diente fortan als Wohnung und Hauskapelle. Als die Kapelle zu klein wurde, baute man in der Namenlosestraße ein Gotteshaus. Die am 10. Oktober 1782 feierlich eingeweihte neue Katholische Kirche erfüllte ihren Zweck bis 1964. Weil das Gotteshaus in den 50er Jahren immer baufälliger wurde, hatten Kirchenverantwortliche Ausschau nach einem neuen Standort für ihre Marienkirche gehalten. Im Herbst 1957 kaufte die Kirche schließlich ein an der Schnittstelle Klaus-Groth-Straße / Carl-Legien-Straße und Königsberger Straße belegendes Barackengrundstück von der Stadt Glückstadt. Weil die Baracken wegen der damals in Glückstadt noch herrschenden Wohnungsnot nicht sofort aufgegeben werden konnten, dauerte es bis zum Baubeginn der Kirche des Rundbaus nach Plänen des Hamburger Architekten Karl-Heinz Bargholz noch weitere vier Jahre. Finanziell unter anderem vom Bistum unterstützt, wurde beim 2. Bauabschnitt dann auf die großzügige Hilfe der Bundeswehr gesetzt. Der Grund: Soldaten der Glückstädter Marinekaserne wollten die neue St. Marienkirche gerne für ihre Gottesdienste mitnutzen. Am 5. September 1964 war es schließlich endlich soweit: Der Bischof von Osnabrück, Dr. Helmut Hermann Wittler, konsekrierte die Katholische Kirche.

Seitdem ist in der St. Marien-Gemeinde die Zeit nicht stehen geblieben. Während sich viele Glückstädter allabendlich beim Glockengeläut um 18 Uhr nur an ihren Feierabend erinnern, steht die Katholische Kirche vor neuen Herausforderungen. Einen eigenen Pfarrer gibt es schon lange nicht mehr in der Elbestadt. „Wir müssen neue Wege gehen“, sagte Annette Engemann.

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erstellt am 31.Aug.2014 | 14:41 Uhr

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