Johannis oder Jakobs – ein Kreuz mit dem Kraut

Jakobs-Kreuzkraut
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Jakobs-Kreuzkraut

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22. Juli 2015, 13:19 Uhr

Giftig oder gesund, gut oder böse – die Unterschiede zwischen dem giftigen Jakobs-Kreuzkraut und dem gesunden Johanniskraut sind groß. Groß war gestern auch die Reaktion unserer Leser auf ein falsches Foto. Gezeigt haben wir statt der gelbblühenden Jakobs-Kreuzkraut-Pflanze das ebenfalls gelbblühende Johanniskraut. Dem giftigen Jakobskraut, das im Kreis Steinburg lediglich in der Geest – und nicht in der Marsch – vereinzelt vorkommt, soll es unter anderem Peissen an den Kragen geben (wir berichteten). Das Johanniskraut ist hingegen eine Heilpflanze und hat gesundheitsfördernde Wirkung. Diese Pflanze gehört zu den Johanniskrautgewächsen (Hypericaceae) und blüht von Juni bis September. Es kommt in Europa und Westasien vor und wächst auch an Wegesrändern (wie teilweise auch das Jakobs-Kreuzkraut).

Die Vernichtung droht jetzt doch dem Jakobs-Kreuzkraut auf der Peissener Fläche der Stiftung Naturschutz, auf der sich die Giftpflanze unkontrolliert vermehrt hat. Dort werde jetzt gemulcht, sagte gestern Stiftungssprecherin Jana Schmidt, die auf unseren Artikel reagierte. Darin hatten sich Peissens Bürgermeister Reinhard Petersen sowie die die Gemeindevertreter Jörn Reese und Torsten Bredenbeck über die Untätigkeit der Stiftung auf dem Gelände beschwert, sie forderten das Mähen und den Abtransport der Pflanzen, damit diese sich nicht weiter auch auf die umliegenden Flächen ausbreiten.

„Wir haben alles in Bewegung gesetzt“, sagt Jana Schmidt. In der kommenden Woche sollen die Geräte des Vereins Weidelandschaft, der die Fläche von der Stiftung Naturschutz gepachtet hat, anrollen. Dies sei vorher nicht möglich gewesen, da die neuen Spezialmulcher erst geliefert werden mussten.

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