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Jetzt wissen die Beidenflether Bescheid: Mannslüüd sünd ok blots Minschen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2016 | 00:38 Uhr

Über 100 Gäste stürzten sich „Rin in’t Vergnögen“ und amüsierten sich bei dem gleichnamigen Programm von Ulli Brüchmann. Der Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde Beidenfleth veranstaltet immer am ersten Donnerstag im Jahr den Plattdeutschen Abend mit Grünkohl und Kultur.

Vorsitzende Karin Jürgensen begrüßte die Gäste im Saal des Gasthofes Frauen in Beidenfleth. Nach dem Grünkohl-Buffet sorgte der Autor und NDR-Moderator Ulli Brüchmann aus Hohenwestedt für Stimmung. Er überbrachte nicht nur Grüße der Welle Nord, Brüchmann hatte auch einen bunten Strauß mit plattdeutschen Geschichten von „Eem und Eer und de Footangeln in’t Alldag“ mitgebracht.

Darin ging es um das Abgewöhnen des Rauchens und das Verlieren der Pfunde – Dinge, die man mehr oder weniger erfolgreich mit dem Partner durchsteht. Ulli Brüchmann berichtete von der Party, die der Nachbarhund, Rehpinscher Napoleon, mit Happy-Wau-Wau feierte. Brüchmann selber kämpft da lieber mit den blinkenden Knöpfen der Espresso-Wundermaschine und guckt seiner Frau zu, wenn sie auf allen Vieren versucht, an die Stereoanlage hinter dem großgewachsenen Ficus-Benjamini zu gelangen. Mit seinem Gespür für das Publikum merkte Ulli Brüchmann an dessen Reaktion, wie viel Fantasie die Zuhörer hatten und ob das Thema der jeweiligen Geschichte bereits in der Wilstermarsch bekannt war. Bei den Ausführungen von Männern beim Arzt oder beim Geschenkekauf für die Gattin schienen sich einige Besucher im Saal wieder zu erkennen. „Mannslüüd sünd ok blots Minschen“, fasste Brüchmann zusammen und verteidigte die Methode, Zettel mit Geheimzahlen in einer Mappe mit Zahlenschloss aufzubewahren. Fröhlich wurden an den Tischen in der Pause und nach der Lesung einzelne Fallbeispiele diskutiert.

Karin Jürgensen lud bereits jetzt zum nächsten Plattdeutschen Abend mit Grünkohl und Kultur am 5. Januar 2017 ein.

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