Gemeinschaftsschule Brunsbüttel : Jetzt wird auf die Tube gedrückt

Jetzt kann es losgehen (v. li.): Bernd Wutkowski (SPD), Elternbeiratsvorsitzender Kai Danielmeyer, Willi Malerius (SPD), Heinz Zindler (Graue), Daniela Meyer (Grüne), SPD-Ortsvorsitzende Elllen Paschke und Bürgervorsteherin Karin Süfke (SPD) beim Spatenstich.
Jetzt kann es losgehen (v. li.): Bernd Wutkowski (SPD), Elternbeiratsvorsitzender Kai Danielmeyer, Willi Malerius (SPD), Heinz Zindler (Graue), Daniela Meyer (Grüne), SPD-Ortsvorsitzende Elllen Paschke und Bürgervorsteherin Karin Süfke (SPD) beim Spatenstich.

Schulneubau: Befürworter treffen sich zu ihrem eigenen symbolischen ersten Spatenstich am Bildungszentrum.

von
27. Januar 2015, 17:05 Uhr

Wenn alles gut läuft, kann mit dem Neubau der Gemeinschaftsschule am Brunsbütteler Bildungszentrum noch vor den Sommerferien begonnen werden. So lange mochten SPD, Grüne und Grauer nicht warten – sie griffenam Montag schon mal werbewirksam hinterm Gymnasium zum Spaten und markierten so den Auftakt zum Neubau.

Noch ist dieser trotz des eindeutigen Ergebnisses vom Bürgerentscheid am Sonntag nicht in trockenen Tüchern. Denn zunächst muss ein Nachtragshaushalt samt Investitionsplan aufgestellt werden, der die Kosten für den Bau beinhaltet. Das so korrigierte Zahlenwerk für 2015 und die Folgejahre liegt in dieser Form aber nicht vor. Denn, erinnerte Bürgermeister Stefan Mohrdieck, nachdem der Bürgerentscheid Ende vorigen Jahres zugelassen worden war, durfte sich die Verwaltung nicht mehr mit dem Neubau befassen. Das ist erst seit Sonntag wieder möglich. Im Februar wird über den Nachtragshaushalt nicht mehr entschieden werden können. Für den Hauptausschuss am 4. Februar ist es zu spät. Und damit auch für die Ratsversammlung Ende des Monats. Somit kann der Etat in seiner Neufassung erst im März auf den Weg gebracht werden. Dann muss noch die Kommunalaufsicht zustimmen, da die Stadt für die Investition einen Kredit aufnehmen wird. Danach erwartet Mohrdieck dann ein zügigeres Verfahren: Der Bauantrag wird gestellt und Ausschreibungen werden auf den Weg gebracht. Am Ende, hofft der Bürgermeister, kann die neue Schule nach den Sommerferien 2017 in Betrieb genommen werden.

Da am Sonntag sowohl CDU als auch FDP angekündigt hatten, sich dem Votum der 2404 Brunsbütteler für den Schulneubau zu fügen, erwartet Mohrdieck keine Probleme mehr bei der Realisierung des ehrgeizigen Vorhabens.

Schulleiter Hans-Peter Stein sagte, er könne sich nun wieder beruhigt der eigentlichen Aufgabe der Schule zuwenden. „Ich freue mich vor allem für die Jahrgänge, die demnächst zu uns kommen.“

Daniela Meyer (Grüne) hofft, dass die Emotionen, die das Thema Bürgerentscheid zuletzt begleitet hatten, der Vergangenheit angehören. „Es gab eine spürbare Zerrissenheit.“ Jetzt werde ein Ruck durch die Stadt gehen, den Bau gemeinsam zu schultern.

Nicht nur für die Gemeinschaftsschule bedeutet der Bürgerentscheid ein positives Ergebnis. Auch Volkshochschule und Stadtarchiv sehen nun Licht am Ende des Tunnels. Sie gelten aufgrund eigener Raumnot als potenzielle Nachnutzer des alten Schulgebäudes. Stefan Mohrdieck: „Das sind Dinge, mit denen wir uns nun beschäftige müssen.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen