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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 22:14 Uhr

Denkmalschutz : Jetzt sind die Balkenköpfe dran

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Arbeiten am Neuen Rathaus gehen weiter. Im nächsten Schritt werden die Balken teilweise erneuert. Dafür stehen Fördergelder in Höhe von 140 000 Euro bereit.

Für die Sanierung des Neuen Rathauses laufen gegenwärtig die konstruktiven Arbeiten. Für diesen Abschnitt stehen Fördergelder von 140  000 Euro zur Verfügung. An den Seitenwänden sind die schadhaften Balkenköpfe im Außenmauerwerk des Roten Salons und in der Küche vor dem Spiegelsaal freigestemmt worden. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die beschädigten Köpfe vor der Außenwand abgeschnitten und beidseitig durch angeschraubte Stahlträger verlängert werden können, damit es dann wieder möglich ist, sie auf dem Wandauflager zu positionieren.

Über diesen Sachstandsbericht informierte Bürgermeister Walter Schulz den städtischen Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Nach seinen Worten sind auch zwei seitliche Balkenköpfe des Spiegelsaals zur Parkplatz- und zur Wulff-Seite freigelegt worden. „Diese vier traufseitigen Balkenköpfe weisen die größten Schäden auf“, hieß es im Sachstandsbericht des Bürgermeisters. Deren Sanierung ist in den bewilligten Fördergeldern von 140  000 Euro berücksichtigt. Dazu wird allerdings die Offenlegung des Spiegelsaales an den beiden Saalenden erforderlich.

Darüber hinaus befinden sich giebelseitig zur Straßenseite hin weitere Balkenköpfe, der sogenannten Stichbalken. Auch dort rechnet man mit Schäden, obwohl der Zustand nicht vorhergesagt werden kann. Die dafür anfallenden Kosten sind in den jetzt zur Verfügung stehenden Zuschüssen nicht enthalten. Diese Maßnahme müsste in einem dritten Bauabschnitt mit neu zu beantragenden Fördergeldern durchgeführt werden, kündigte Schulz an.

„Bis zur Durchführung des dritten Bauabschnitts bleibt der Spiegelsaal weiter benutzbar“, versicherte der Bürgermeister. Standesamtliche Trauungen und Lesungen von Stadtbücherei und Leselust seien dort weiterhin möglich. „Der Fußboden wird erst geöffnet, wenn die Fördermittel fließen.“ Es gebe zwar Setzungen im Bereich der Balkenköpfe von bis zu eineinhalb Zentimetern, doch könne man durch Stützen wieder Stabilität in das Gebäude bringen.

Ratsherr Mark Dethlefs erinnerte daran, dass man die bisherigen Maßnahmen ausnahmslos ohne Eigenmittel aus Fördergeldern habe bestreiten können. Er regte einen Beschluss der Ratsversammlung an, die jetzt anstehende Sanierung der giebelseitigen Balkenköpfe aus eigenen Mitteln zu bestreiten. „Ein solcher Beschluss ist durchaus mehrheitsfähig“, betonte Dethlefs.

Walter Schulz dagegen hielt es für denkbar, zunächst nur Fördermittel für die konstruktiven Arbeiten im Bereich des Spiegelsaals zu beantragen und die dekorativen Arbeiten erst folgen zu lassen, wenn dafür Mittel verfügbar seien.

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