Wilstermarsch-Stadion : Jetzt kann der Ball im Stadion rollen

Drei Verträge, sechs Unterschriften (vorne v.l.): Hendrik Gertz (SVA), Hilke Schröder (MTV) und Walter Schulz (Schulverband) unterzeichnen als erste. Dann folgen (hintere Reihe v.l.) Mark Dethlefs (SVA), Hans Ulrich Arndt (MTV) und Peter Krey (Schulverband).
Drei Verträge, sechs Unterschriften (vorne v.l.): Hendrik Gertz (SVA), Hilke Schröder (MTV) und Walter Schulz (Schulverband) unterzeichnen als erste. Dann folgen (hintere Reihe v.l.) Mark Dethlefs (SVA), Hans Ulrich Arndt (MTV) und Peter Krey (Schulverband).

Nach Teilabnahme grünes Licht / SV Alemannia, MTV Wilster und Schulverband unterzeichnen die Nutzungsverträge

Avatar_shz von
17. Dezember 2017, 08:00 Uhr

Den sportlichen Aktivitäten im neuen Wilstermarsch-Stadion steht nichts mehr im Wege: Bis auf wenige Restarbeiten ist das Projekt abgeschlossen, mit der offiziellen Teilabnahme gab es grünes Licht für die Nutzung. Damit hier alles in geregelten Bahnen verläuft, unterzeichneten jetzt Vertreter des SV Alemannia (SVA), des MTV Wilster und des Schulverbands Nutzungsverträge. In den Papieren ist detailliert geregelt, wer sich um was kümmert und wie die Verantwortlichkeiten sind.

In seiner Eigenschaft als Schulverbandsvorsteher sprach Bürgermeister Walter Schulz von einer „hervorragenden Anlage“. Sein größter Wunsch: Alle Vereine und Nutzer sollten pfleglich damit umgehen. „Eine solche Investition wird in Wilster auf lange Sicht nicht mehr möglich sein“, machte Schulz klar, dass die Stadt – vor allem auch dank sprudelnder Fördergelder – knapp 1,8 Millionen Euro in eine der modernsten Sportstätten im Kreis gesteckt hat. Sein Stellvertreter, der Beidenflether Bürgermeister Peter Krey, freut sich vor allem, dass für den Schulsport ausgezeichnete Bedingungen geschaffen wurden. Was die Aktivitäten der Sportvereine betrifft, äußerte Krey die Hoffnung, dass angesichts der optimalen Bedingungen in Wilster „die Vereine in den Dörfern nicht ganz ausbluten“.

Die drei Hauptnutzer – Schulverband, Alemannia und MTV – hatten sich in zahlreichen Gesprächen im Vorfeld auf feste Aufgabenteilungen verständigt. Während der Verband das technische Equipment stellt, kümmert sich der MTV um Pflege und Instandhaltung vor allem der leichtathletischen Einrichtungen. Die Fußballer tragen die Verantwortung für den neuen Kunstrasen. Ein Platzwart wurde jetzt dafür in die Besonderheiten eigens eingewiesen. Vorsorglich liegt den Verträgen auch eine Pflegeanleitung bei.

SVA-Vorsitzender Hendrik Gertz freut sich gerade angesichts der Witterung der vergangenen Monate, dass die Fußballer endlich einen Dauerspielplatz zur Verfügung haben. „Hoffentlich können wir das dann auch in einen sportlichen Vorteil umsetzen.“ Den bisherigen Platz Am Brook hat der SVA inzwischen bereits komplett geräumt. Das Gelände soll für eine Wohnbebauung verkauft werden.

MTV-Chefin Hilke Schröder erhofft sich von der neuen Sportstätte einen Motivationsschub für viele Mitglieder und auch für die Übungsleiter im Bereich der Leichtathletik. Denkbar wäre dort auch die Ausübung neuer Trendsportarten. Hendrik Gertz verweist als Beispiel auf das in Itzehoe erfolgreiche Bogenschießen. Die geplante Umgestaltung des benachbarten Sportplatzes Büttel in einen Erlebnisplatz für alle Generationen könnte hier noch weitere Möglichkeiten eröffnen.

Mark Dethlefs, Geschäftsführer der SVA-Sport- und Marketing GmbH, die auch weiterhin die Begegnungsstätte am Stadion betreibt, sprach insgesamt von einem Erfolgsmodell, wobei sich auch „die Vereine enorm engagieren“.

Einig sind sich alle Akteure, dass die äußeren Bedingungen für Sport in Wilster auch mit der angrenzenden Sporthalle und dem Hallenbad jetzt optimal sind und nur angenommen werden müssen. Die offizielle Einweihung des Stadions soll am 27. April stattfinden. Dann wollen sich alle drei Vertragspartner auch drei Tage lang von ihrer sportlichsten Seite zeigen.

Info: Pro Stunde 250 Euro

Während die großen Wilsteraner Sportvereine die Nutzungsgebühren sozusagen durch finanziellen oder auch körperlichen Einsatz ihrer Mitglieder abarbeiten, werden externe Nutzer ordentlich zur Kasse gebeten. In enger Abstimmung mit der Kommunalaufsicht hat die Ratsversammlung eine ab 1. Januar geltende neue Gebührenordnung beschlossen. Danach werden für Veranstalter, die die komplette Anlage nutzen möchten, 250 Euro pro Stunde in Rechnung gestellt. Jeweils 80 Euro werden für das Beachvolleyballfeld oder die leichtathletischen Anlagen fällig, 125 Euro für das Kunstrasenspielfeld. In begründeten Fällen kann der Bürgermeister allerdings auch Ausnahmen zulassen. Politische Veranstaltungen sind laut ebenfalls neuer Benutzungsordnung dort ebenso wenig erlaubt wie fest installierte Reklame, also auch keine Bandenwerbung.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen