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Bürgerengagement : Jetzt haben die Senioren die Wahl

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Alle Einwohner von Wilster über 60 entscheiden über den neuen Senioren-Beirat . Gewählt wird im November. Bislang gibt es aber noch keine Kandidaten.

Sie stellen die größte Bevölkerungsgruppe in der Stadt: Mehr als jeder vierte Wilsteraner ist 60 Jahre oder älter. Ihre Interessen vertritt der Senioren-Beirat. Seit Mitte der 1990er Jahre ist das jeweils fünfköpfige Gremium aktiv. Die Mitglieder sind Ansprechpartner, begleiten kommunalpolitische Prozesse, mischen sich ein und schlagen bei Bedarf auch mal Alarm. Jetzt steht die Wahl zum neuen Senioren-Beirat an – und es werden händeringend Kandidaten gesucht.

„Es wäre zu schade, wenn das einschläft. Schließlich haben wir schon eine Menge erreicht“, sagt Ludger Kockmeyer, kreisweit einer der Veteranen in der Seniorenarbeit. Kockmeyer gehört dem fünf Mitglieder starken Wahlausschuss an, der jetzt in den Räumen des Amtes Wilstermarsch seine Arbeit aufgenommen hat. Den Vorsitz hat Heinz Steinbrecher übernommen, sein Stellvertreter ist Holger Christiansen. Als Schriftführerin fungiert Maren Hinz, weiteres Mitglied ist Anke Meiforth. Das Quintett setzt alle Hoffnungen auf den 24. September. Bis dahin sollen von Vereinen und Verbänden, in denen Seniorenarbeit im weitesten Sinne betrieben wird, Kandidaten vorgeschlagen werden. Auch unabhängige Einzelbewerbungen sind möglich. Dann müssen die Kandidaten allerdings fünf Unterstützungsunterschriften vorlegen.

Die Bedingungen sind einfach: Wer im Senioren-Beirat mitarbeiten will, muss am Stichtag 23. November 2015 mindestens 60 Jahre alt sein und seit drei Monaten seinen Hauptwohnsitz im Stadtgebiet von Wilster haben. Bereits vor den Sommerferien hatte es einen ersten öffentlichen Aufruf gegeben. Laut Thorsten Franck habe es bislang aber leider noch keinerlei Rückmeldungen gegeben, obwohl auch alle in Frage kommenden Vereine und Verbände angeschrieben worden seien. Franck, Chef im Ordnungs- und Sozialamt, ist offizieller Wahlleiter und bereitete gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Nadine Ewers die konstituierende Sitzung des Wahlausschusses vor. Dabei wurden auch die weiteren Termine festgelegt: Die Prüfung der bis dahin hoffentlich eingegangenen Bewerbungen soll am 28. September erfolgen. Im Oktober gehen dann per Post die Wahlunterlagen raus. Die genaue Zahl der Wahlberechtigten, die zum Wahltermin übrigens auch alle über 60 Jahre alt sein müssen, ist noch nicht bekannt. Es dürften allerdings mehr als 1000 sein, schätzt Bürgermeister Walter Schulz. „Wir hatten seit der letzten Wahl viele Zuzüge aus den Landgemeinden.“ Gewählt wird ausschließlich per Briefwahl, also nicht wie bei anderen Wahlen üblich auch in Wahllokalen. Gewählt werden kann im Zeitraum vom 10. bis 23. November. Am 24. November kommt dann wieder der Wahlausschuss zusammen und stellt das Ergebnis fest.

Am Ende gewählt sind die fünf Bewerber, die am meisten Stimmen bekamen. Sie bilden für die kommenden fünf Jahre den neuen Senioren-Beirat, wobei auch ein vorzeitiges Ausscheiden – zum Beispiel aus persönlichen oder aus gesundheitlichen Gründen – immer möglich ist. Nachrücker können über eine Reserveliste kommen. Thorsten Franck ist zuversichtlich, dass es doch noch genügend Kandidaten geben wird: „Senioren sind schließlich die kommende große Bevölkerungsgruppe. Da gibt es viele wichtige Fragen allein im Bereich der Infrastruktur.“

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erstellt am 05.Sep.2015 | 15:42 Uhr

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