Jesus war da – ein irritierendes Schild aus dem Supermarkt

km9pastor

von
30. Januar 2015, 11:30 Uhr

Ein Bild aus dem Supermarkt. Ein Hinweis „Wasser“ genau über einem Regal mit Weinflaschen platziert. Dazu als Überschrift: „Jesus was here.“ (Jesus war hier). Oft im Internet zu finden: ein Bild mit einer Überschrift, die Komisches oder einen Fehler benennt. Tausende haben dieses Bild bewertet; sie haben es angeschaut und auch kommentiert. Meistens fröhlich, und es stand etwas wie „echt lustig“ dabei.

Schilder im Supermarkt sollen helfen, sich zu orientieren. Dieses Schild dagegen irritiert. Es führt zum Weinregal statt zum Wasser. Das erinnert an die Hochzeit zu Kana. Da geht der Wein aus. Die Feier ist bedroht. Jesus rettet das fröhliche Miteinander. Er verwandelt Wasser in Wein. „Jesus was here“ soll heißen: Diesen Wein verdanken wir Jesus.

Ich habe geschmunzelt, na klar. Ich freue mich, wie sehr Jesus das Leben bejaht. Er ist kein Asket. Er selbst ist Gast auf der Feier. Fast immer ist er mitten unter Menschen anzutreffen und hilft in der Not. Er ist da, wo Menschen sich versammeln. Sie bringen zu ihm, was sie bedrückt: ihre Krankheiten, Ängste, Nöte und Sorgen, auch den Weinmangel. In der Begegnung geschieht, was keiner für möglich hält: Aus Wasser wird Wein, aus Mangel wird Fülle, aus Krankheit wird Heil, aus Frust wird Lachen.

Die Erklärung für das unzutreffende Schild ist zwar als Scherz gemeint, aber ich glaube, dass Jesus auch im Supermarkt oder im Netz zu treffen ist. Unseretwegen. Um zu helfen, erinnern, diskutieren, berühren, heil zu machen.

Die Bibel erzählt oft davon.



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