Elbeforum Brunsbüttel : Jens Rusch: Werkschau zum 70. Geburtstag

Künstler und Kurator: Jens Rusch (l.) mit Michael Legband bei der Ausstellungsvorbereitung in der Stadtgalerie.
Künstler und Kurator: Jens Rusch (l.) mit Michael Legband bei der Ausstellungsvorbereitung in der Stadtgalerie.

Am Freitag findet die Vernissage mit geladenen Gästen statt, danach ist die Retrospektive täglich geöffnet. Der Brunsbütteler Künstler führt persönlich durch die Ausstellung.

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11. August 2020, 17:11 Uhr

Brunsbüttel | Der Countdown für die Werkschau des Brunsbütteler Künstlers Jens Rusch im Elbeforum anlässlich seines 70. Geburtstags läuft. Am Freitag findet eine Vernissage mit rund 130 geladenen Gästen statt, ab Sonnabend bis Monatsende ist die Retrospektive täglich von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Rusch wird durch die Ausstellung führen, für Gespräche mit Besuchern zur Verfügung stehen. Auch hier gilt wie schon bei der Eröffnung ein ausgeklügeltes Hygienekonzept. Bis zu 50 Menschen dürfen gleichzeitig in die Ausstellung.

Die Idee zu der Werkschau hatten Bürgervorsteher Michael Kunkowski und Bürgermeister Martin Schmedtje – und stießen damit in Brunsbüttel auf offene Ohren. Jeder, der nur irgendwie am Zustandekommen der Retrospektive beteiligt war, freut sich Rusch, habe hinter dem Projekt gestanden. Die Bürgerstiftung um Alt-Bürgermeister Wilfried Hansen hat Sponsoren angeworben. Nicht unwichtig, schließlich musste auch der 112-seitige Katalog finanziert werden. Den gibt es ab Freitag für 20 Euro zu kaufen. Überschüsse fließen an die Aktion „Stark gegen Krebs“.

Kuratiert hat die Werkschau der Kieler Journalist Michael Legband, ein enger Vertrauter mit Ruschs Arbeiten. Michael Kunkowski formuliert das so: „Wir hätten keinen besseren finden können.“ Legband hat, gemeinsam mit dem Künstler, versucht alle kreativen Perioden des Brunsbüttelers abzubilden: von der frühen spanischen Phase bis hin zum über neun Jahre entstandenen Wacken-Zyklus – und dazwischen viele weitere Facetten. Er sagt: „Das ist ein grandioses Statement der Stadt, einen Bürger so zu ehren.“

Kunkowski ergänzt: „Wir ehren das Gesamtkunstwerk von Jens Rusch.“ Dazu gehört für ihn auch das soziale Engagement des 70-Jährigen, etwa die Erfindung der Wattolümpiade oder die Aktion „Stark gegen Krebs“. Der Bürgervorsteher verweist auch darauf, dass sich in den Bildern so mancher Brunsbütteler wiederfinde.

Eine Vorgehensweise, die Rusch von seinem frühen Tutor Norman Rockwell (1894 - 1978) übernommen hat. Dessen Bild „Das Problem, mit dem wir alle leben“ zur Bürgerrechtsbewegung in den USA der 1960er Jahre hatte Barrack Obama im Weißen Haus aufgehängt.

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