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Wunderkraut Jiaogulan : Jens Rusch verschenkt Pflanzen an Krebsbetroffene

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jedes Jahr zum Ende der Saison gibt es Jiagulan gratis: Jens Rusch verschenkt die Pflanze, die die Nebenwirkung der Krebstherapie mildern soll, an Betroffene.

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erstellt am 29.Sep.2015 | 11:54 Uhr

Das zehnte Jahr neigt sich auf der kleinen Brunsbütteler Hinterhofplantage von Susanne und Jens Rusch dem Ende zu. Gerade noch hat die Ehefrau des Künstlers eine Sendung mit 130 Jiaogulan-Pflanzen nach Uganda zur Post gebracht. Die asiatische Pflanze gilt bei Krebstherapien als Mittel, um die Nebenwirkungen ein wenig zu mildern. Nun folgt das Bangen um das Überleben der Pflanzen auf dem Transportweg, wie bei vielen anderen Sendungen in weit entfernte Länder. Nach Costa Rica, nach Irland, Belgien, Italien, Spanien, Kenia und in nahezu alle nordischen Länder erfolgte die Versendung der begehrten Pflanzen-Container aus Brunsbüttel.

Gleichermaßen begehrt sind inzwischen die Schafködel-Pellets, die Rusch unter der Bezeichnung „Deich-Guano“ als Dünger fürs Jiaogulan in alle Welt versendet. „Am Anfang hat man mich belächelt, wenn ich im Vorfeld der jährlichen Wattolümpiade zum feierlichen Abködeln am Deich aufforderte und dann die Ködel mit nach Hause nahm“, sagt der Mit-Initiator des größten Benefiz-Events für Krebsbetroffene im Norden Deutschlands.

Wie am Ende jeden Jahres seit 2005 verschenken die Ruschs ihre Ernte-Überschüsse vom Jiaogulan, die sie selbst nicht benötigen, am 3. und 5. Oktober von 15 bis 18 Uhr (Schulstraße 38, rückwärtiger Eingang vom Parkplatz Goethestraße aus), vornehmlich an Krebs-Betroffene aus der Region.

Bei der Verschenkaktion am Sonnabend und Montag werden die Pflanzen von Helferinnen fachgerecht geerntet und in Papiertüten an die Betroffenen verschenkt. Auf einem Merkblatt wird erklärt, wie daraus entweder ein frischer Tee bereitet oder eigene Stecklinge für eine kleine Fensterbank-Plantage verwendet werden.

>Info: www.jens-rusch.de/index.php/Jiaogulan

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