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Jeder vierte Einwohner ist unter 20 Jahre alt

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit einer 3600-MBit-Leitung für das Internet ist heute wohl kaum noch jemand zufrieden. Die meisten Brickelner müssen sich damit jedoch noch abfinden. „In Dithmarschen gilt unsere Leitung als ausreichend“, sagt Bürgermeister Henning Beeck frustriert. „Einverstanden bin ich damit nicht. Wir wollen den Breitbandausbau nun weiter voran treiben“, kündigt der 47-Jährige an , der seit 2008 Dorfchef in seiner Gemeinde ist. Abgesehen vom schnellen Internet gibt es auch Probleme beim Mobilfunk. Der 210 Einwohner zählende Ort liegt in einem absoluten Funkloch. „In Brickeln wird noch getrommelt“, kennt Beeck scherzhafte Bemerkungen der Einwohner zu dieser wenig befriedigenden Situation.

Viele Bewohner sind aktiv im SV Quickborn-Brickeln, der gemeinsam mit der Nachbargemeinde die Orte mit Leben und Aktivitäten füllt. Ohnehin: „Beide Gemeinden arbeiten oft Hand in Hand, was man auch an der gemeinsamen Freiwilligen Feuerwehr Brickeln-Quickborn und der Kinderspielstunde sieht“, betont der Bürgermeister.

Versammlungen, Veranstaltungen und Feste finden nicht nur im Sportlerheim, an das zwei Sportplätze angrenzen, statt, sondern auch im benachbarten Dörpshus, das auch die Quickborner nutzen. Traditionell wird auf dem Sportplatz alljährlich das große Maifeuer angezündet, das Besucher aus dem gesamten Umland lockt.

Bedauerlich sei, dass aber auch in Brickeln der Nachwuchs in den Vereinen fehlt. So ruht zum Beispiel der einst so aktive Gesangsverein inzwischen. Immerhin: Rund 50 Einwohner unter 20 Jahren leben in Brickeln. Eine Entwicklung, die der Bürgermeister gerne sieht. „Eine rasante Entwicklung erlebten wir durch unser Bau-Gebiet, das einige junge Familien hier siedeln ließ“, erzählt er.

Oft treffen sich die Einwohner am so genannten „Dorftreff“. Das ist ein kleines Areal in der Straße Um Krünken, auf dem Bänke um einen Baum stehen und zum Klönschnack einladen. Auch der Bürgermeister ist, wenn es seine Zeit erlaubt, oft dabei. So können kleine Probleme gleich besprochen oder Ideen für den Ort diskutiert werden.

Zufrieden ist Henning Beeck auch mit dem allgemeinen Bild seiner Gemeinde. Die Straßen in Brickeln seien bis auf wenige Ausnahmen in Ordnung, aktuelle Pläne für Veränderungen oder Verbesserungen habe die Gemeinde nicht.

Henning Beeck arbeitet hauptberuflich als Kundendiensttechniker im Bereich Fenster und Türen. Er ist verheiratet, Vater zweier Töchter und leidenschaftlicher Boßler. Um dem Traditionssport nachzugehen, gehört Beeck dem Verein Vereinigte Geestdörfer an, dessen Vorsitzender er viele Jahre war. Seine knapp bemessene Freizeit gehört seinem Hobby und der Familie.

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erstellt am 09.Feb.2015 | 15:58 Uhr

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