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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 06:11 Uhr

Feuerwehr : Jeden Monat 21 Einsätze

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Feuerwehr Glückstadt zieht Bilanz eines arbeitsreichen Jahres / Zahl der Aktiven auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren

Vor zahlreichen Gästen haben Vorstand und Mitglieder Freiwilligen Feuerwehr Glückstadt das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 Revue passieren lassen. Hierzu hatte der alte und neue Wehrführer Ties Tießen, wieder eine aufschlussreiche Statistik erstellt. So waren die Glückstädter Brandbekämpfer insgesamt 257 Mal im Einsatz. Den größten Anteil hätten dabei wieder die technischen Hilfeleistungen mit 89 und die First Responder-Einsätze mit 78 Fällen ausgemacht. Einsatzschwächste Monate seien der April und der Dezember mit 13 beziehungsweise zwölf Alarmen gewesen. Durchschnittlich war die Wehr im Monat 21,5 Mal im Einsatz. Insgesamt wurden 2088 Personalstunden geleistet, was rechnerisch laut Gebührensatzung bei einem Stundenlohn von 50 Euro stattlichen 104  400 Euro gleichkommt. Für Aus- und Fortbildung sowie andere dienstliche Anlässe wie etwa Versammlungen, Maifeuer und Laternenumzug, haben die Kameraden noch einmal auf insgesamt 8398 Stunden ihrer Freizeit verzichtet. „Summa summarum sind das 1311 Arbeitstage zu jeweils acht Stunden, die wir zur Erfüllung des gesetzlichen Sicherheitsauftrages für die Stadt und ihre Bevölkerung geleistet haben“, sagte Tießen. Aktuell habe die Wehr 71 Aktive mit einem Durchschnittsalter von 36,9 Jahren. „So viele wie seit 15 Jahren nicht mehr“, freute sich Tießen.

Der Wehrführer dankte der Verwaltung und der Politik für deren Unterstützung bei der Anschaffung von zwei neuen insgesamt 854  741 Euro teuren Einsatzfahrzeugen. Kassenwart Lennart Walter ging anschließend auf die Finanzen der Glückstädter Feuerwehr ein. Er dankte den fördernden Mitgliedern, Gönnern sowie der Geschäftswelt für deren Unterstützung und Spenden.

Einen breiteren Raum nahmen die Grußworte der Gäste ein. Bürgervorsteher Paul Roloff würdigte die Professionalität der Jugendfeuerwehr. „Damit wird die Einsatzabteilung eine gute Zukunft haben.“ Gleichzeitig versprach Roloff, dass man sich bemühen werde, die Feuerwehr auch weiter finanziell zu unterstützen. Bürgermeister Gerhard Blasberg trat mit lockeren und launigen Worten ans Mikrofon. „Ich habe noch 34 Tage, um langweilige Reden zu halten“, sagte er – und erinnerte an die vergangenen gemeinsamen Jahre. „Das, was wir aufzuholen hatten, haben wir geschafft und inzwischen zieht die Politik sogar an der Verwaltung vorbei“, so Blasberg. Damit spielte er auf die 2016 anzuschaffende kompakte Sandsack-Füllmaschine an, die aus Sicht der Verwaltung auch schlichter hätte ausfallen können. „Ihr setzt Euer Leben für uns ein. Das kann man nicht hoch genug bewerten.“ Ein Lob, das den Wehrführer veranlasste, nachzufragen, ob denn das Maifeuer statt auf der Docke wieder auf dem Mulitplatz stattfinden dürfe. „Da ich ab 1. Mai, wenn Beschwerden eingehen sollten, nicht mehr im Amt bin, sage ich ja“, meinte der Bürgermeister. Allerdings werde er als betroffener Anwohner in einem Leserbrief nachfragen, wer wohl diese Party nun schon wieder genehmigt habe.

Kreiswehrführer Frank Raether erinnerte in seinen Grußworten daran, dass auch beim Kreis Steinburg zusammen mit Politik und Verwaltung vieles für Feuerwehr und Katastrophenschutz entstanden sei. Und Raether kam nicht mit leeren Händen. Er überreichte einen Notruf-Koffer für die Brandschutzerziehung in den Kindergärten. Für die Polizei Glückstadt sagte deren stellvertretender Leiter Christian Oewerdieck, dass es Sinn mache, wenn es in der Flüchtlings-Landesunterkunft eine eigene Polizeistation gebe.

Amtswehrführer Wolfgang Krause ging schließlich auf die gemeinsame Ausbildung der Feuerwehr Glückstadt mit ihrem technischen Equipment und den Umlandwehren ein und sagte, dass eine gemeinsame Sache erste Früchte trage. Krause freute sich über den jüngsten Beitrag, den die Feuerwehren im Amt mit der Herzhorner Kinderfeuerwehr leisteten. „Noch vor offizieller Gründung gibt es dort jetzt bereits einen Aufnahmestopp.“ Mit einem Ausblick auf Ausbildungs-Schwerpunkte sowie die wichtigsten Termine im Jahr 2016 schloss der Wehrführer nach gut zwei Stunden den offiziellen Teil der Versammlung und gab das Bierfass zum Anstich frei.

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