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Dauerleihgabe : Jazzverein bekommt Flügel als Dauerleihgabe – Konzert im Oktober

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Für seine Auftritte im „Ratskeller“ hat der Glückstädter Jazzverein einen Flügel als Dauerleihgabe gespendet bekommen. Es ist ein 170er Salonflügel aus dem Hause Steingraeber und Söhne, gebaut 1913.

Ein Flügel für künftige Konzerte – darüber freuen sich Nicolo Kramer und Dr. Rüdiger Fock. Für ihre regelmäßigen Auftritte als Mitglieder der Jazzband „Swingsyndikat“ im Ratskeller haben sie jetzt einen 170er Salonflügel aus dem Hause Steingraeber und Söhne kostenlos von dem Hamburger Musikerehepaar Julia und Philipp Straske als Dauerleihgabe bekommen.

„Der Verein Jazz in Glückstadt war schon länger auf der Suche nach einem Klavier oder Flügel für seine regelmäßigen Veranstaltungen im Ratskeller“, sagt Nicolo Kramer. Deshalb hatten sich die Musiker schon länger nach einem „erschwinglichen Instrument“ umgesehen. Doch das, was sie sahen, wäre zu teuer geworden.

Kramer: „Im August kam dann die zunächst unglaubliche Nachricht: Das Hamburger Musikerpaar bot einen völlig intakten Flügel als Dauerleihgabe an – noch dazu kostenlos.“

Philipp Straske, Gitarrist und Musiklehrer in Hamburg, der mit Nicolo Kramer, dem Vorsitzenden von „Jazz in Glückstadt“, in der Hamburger Swingband „Harlem Jump“ regelmäßig im Cotton Club aktiv ist, sah zufällig den Suchaufruf auf der vereinseigenen Website.

Philipp Straske und seine Frau Julia, eine Jazzpianistin, hatten einen eingelagerten Flügel, den sie den Musikern anboten. „Da dieser jedoch schon geraume Zeit eingelagert war, gab es keine Möglichkeit für ein vorheriges Probespiel, so dass eine früher gemachte Tonaufnahme als Entscheidungsgrundlage vor Abschluss des Leihvertrags diente“, so Kramer.

Jetzt wurde der Flügel im Beisein von Nicolo Kramer und Dr. Rüdiger Fock im Ratskeller angeliefert. Beide waren begeistert – trotz Blessuren am Lack. Denn die Jahrzehnte haben ihre Spuren hinterlassen – das Instrument stammt aus dem Jahre 1913.

Nicolo Kramer und sein Vorstandskollege Dr. Rüdiger Fock waren sich schnell einig, dass die „inneren Werte“ des Instruments vom ersten Anschlag an restlos überzeugend sind: Straffe Mechanik, ein runder aber doch durchsetzungsfähiger Ton und zurückhaltende Optik – mithin genau das, was sie sich für ihre Vereinsaktivitäten im Ratskeller immer gewünscht hatten.

Auch Ratskellerwirt Olaf Wendler, dessen Großvater selbst Berufsmusiker war, ist begeistert über den neuen Hingucker in seinem Clubzimmer. Nun gewöhnt sich das Instrument an die neue Raumtemperatur. Frisch gestimmt wird es am 23. Oktober und ab 20 Uhr zur nächsten Jam-Session des Vereins erstmals öffentlich zu hören sein.

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erstellt am 09.Okt.2013 | 15:12 Uhr

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