zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

24. August 2017 | 00:09 Uhr

Jahrmarkt: SPD bleibt innerlich zerstritten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die vieldiskutierte Verlegung des Wilsteraner Jahrmarkts vom ersten Augustwochenende auf das dritte Juliwochenende hat jetzt auch die letzte formale Hürde genommen. Bereits im vergangenen September hatte die Ratsversammlung einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst. Jetzt stimmte das Gremium auch der erforderlichen Änderung der Satzung zur Regelung des Marktverkehrs zu.

Dabei flammte allerdings auch noch einmal kurz eine Diskussion auf – allerdings nur in den Reihen der SPD-Fraktion. Deren Sprecher Manfred Schmiade räumte ein, dass sich die Sozialdemokraten in der Frage der Terminverlegung nicht einig seien. Die Abstimmung in seiner Fraktion werde daher nicht einheitlich erfolgen. „Jeder stimmt frei ab“, so Schmiade. Ergänzend fügte er hinzu, dass sich die SPD bei dem Thema eine bessere Einbindung der Schausteller gewünscht hätte.

Glühender Verfechter des Traditionstermins im August ist Helmut Jacobs. Der 1. stellvertretende Bürgermeister warnte noch einmal dringend vor einer Verlegung des Termins, weil dieser in den Köpfen der Menschen inzwischen fest verankert sei. Bereits seit 1680 gebe es in Wilster einen Jahrmarkt, in der heutigen Form seit dem Jahre 1906. Laut Jacobs hätten viele Schausteller „geradezu flehentlich“ um den Erhalt des Augusttermins gebeten. Jacobs bedauerte, dass man zu dem Thema keine öffentliche Anhörung organisiert habe. Entsprechende Angebote der Schausteller seien ignoriert worden. Angeblich, so Jacobs weiter, gebe es schon 80 bis 90 Anmeldungen für den neuen Termin, was er allerdings als „Hochstapelei“ bezeichnete.

Die CDU äußerte sich in der Debatte nicht mehr. Fraktionssprecher Mark Dethlefs: „Dazu ist alles gesagt worden.“ Für die Satzungsänderung gab es dann bei vier SPD-Gegenstimmen grünes Licht.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Mär.2015 | 12:38 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen