Kernkraftwerk Brokdorf : Jahresrevision und Brennelementewechsel

Geht heute zum Brennelementewechsel und zur Jahresrevision vom Netz: das Kernkraftwerk Brokdorf.
Geht heute zum Brennelementewechsel und zur Jahresrevision vom Netz: das Kernkraftwerk Brokdorf.

Das AKW geht heute für den Brennelementewechsel und die Jahresrevision vom Netz. Eine Woche später als geplant, um die Stromversorgung so lange stabil zu halten bis ein aneres Kraftwerk wieder verfügbar war.

shz.de von
21. Juni 2014, 05:15 Uhr

Das Kernkraftwerk Brokdorf geht heute zum 26. Brennelementwechsel und zur Jahresrevision vom Netz. Darauf wies Betreiber E.on-Kernkraft in einer Pressemitteilung hin. Auf Weisung des Übertragungsnetzbetreibers TenneT war die ursprünglich für den 14. Juni geplante Revision um eine Woche verschoben worden. E.on: „Als Begründung führt die TenneT die zeitliche Nichtverfügbarkeit eines anderen Kernkraftwerkes an, wodurch erhebliche Systemrisiken gesehen werden.“ E.on Kernkraft unterliegt nach dem Energiewirtschaftsgesetz in Bezug auf die Stabilität des Netzes Mitwirkungspflichten.

Während der diesjährigen Revision werden 40 der insgesamt 193 Brennelemente durch neue ersetzt. „Aufgrund von Befunden in einem anderen E.on-Kernkraftwerk werden die so genannten Drosselkörper einer umfangreichen Inspektion unterzogen“, teilt das Energieunternehmen mit. Drosselkörper dienen der Vereinheitlichung des Wasserstroms über alle Brennelemente. Ein weiterer Schwerpunkt der Revisionsarbeiten werde der Austausch der beiden Eigenbedarfstransformatoren sein. E.on weist darauf hin, dass das umfangreiche Inspektions- und Instandhaltungsprogramm auch die Prüfung von Ventilen im nicht nuklearen Wasserdampfkreislauf beinhalte. Dadurch komme es heute beim Abfahren sowie beim Anfahren gegen Ende der Revision zum Austritt von reinem Wasserdampf in die Umgebung.

Im Revisionszeitraum kommen rund 1400 externe Fachkräfte aus unterschiedlichen Servicefirmen zum Einsatz. Die zuständige atomrechtliche Aufsichtsbehörde sowie die von ihr hinzugezogenen Sachverständigen überwachen eine Vielzahl der Inspektionsarbeiten. E.on investiert rund 29 Millionen Euro für die Prüfung und Instandhaltung des Kraftwerks.

Seit dem letzten Revisionsstillstand im August/September 2013 war das Kernkraftwerk Brokdorf übrigens mit einer Zeitverfügbarkeit von 99,9 Prozent am Netz und erzeugte in diesem Zeitraum knapp 10 Milliarden Kilowattstunden Strom.

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