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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 01:07 Uhr

Jährlich 60 000 Euro an Strafzinsen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2015 | 18:05 Uhr

Es klingt wie ein kommunalpolitischer Treppenwitz: Weil die Stadt Wilster längst bewilligte Gelder aus dem Städtebauförderungsprogramm nicht ausgeben darf, muss sie Strafzinsen zahlen. „Das ist wenig verständlich für den Bürger“, formulierte es CDU-Fraktionschef Mark Dethlefs auf einer Versammlung seiner Partei noch ungewohnt zurückhaltend. Der Sprecher rechnete vor, dass für die geplante Totalsanierung des Wilstermarschstadions und des Sportplatzes Büttel rund drei Millionen Euro bereitstünden. Das Geld müsse derzeit aber auf einem Treuhandkonto „geparkt“ werden. „Mit dem Regierungswechsel in Kiel ist etwas Sand ins Getriebe geraten“, sagte Dethlefs und meint damit den Schuldigen ausgemacht zu haben. Die Stadt könne die Gelder wegen ausbleibender Genehmigungen aus der Landeshauptstadt nicht investieren. Gleichzeitig müsse sie die Zinslast in Höhe von 2,07 Prozent tragen. „Dafür werden jährlich gut 60  000 Euro regelrecht verpulvert – eine Belastung, die der Haushalt einer mit 20 Millionen Euro verschuldeten Stadt nur schwer tragen kann.“ Dabei waren von der Stadt alle Weichen bereits gestellt werden. „Die Pläne sind auf einem guten Weg“, hatte sich noch im vergangenen Dezember Bauauschuss-Vorsitzender Sven Horstmann gefreut. Damals verkündete er, dass Kiel weitere 400  000 Euro an Bundes- und Landesmitteln für das Stadionprojekt bewilligt habe.

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