Jägerschaft würdigt Schutzpatron Hubertus

Das Bläserkorps der Kreisjägerschaft Steinburg mit den Jagdhörnchen. Die  Leitung hat Gunda Mohr.
Das Bläserkorps der Kreisjägerschaft Steinburg mit den Jagdhörnchen. Die Leitung hat Gunda Mohr.

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14. November 2013, 05:00 Uhr

Als junger Edelmann war Hubertus von Lüttich ein ungestümer Jäger, der nach dem Tod seiner Frau auf nichts und niemanden mehr Rücksicht nahm. Eines Tages erschien ihm bei der Jagd ein kapitaler Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz am Geweih. Daraufhin änderte Hubertus sein Verhalten, sah in jedem Wesen den göttlichen Ursprung und verhielt sich hegend und pflegend dem Tier gegenüber. Soweit die Legende von St. Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger, dessen Namenstag im November mit der Hubertusmesse gedacht wird.

Die Grundhaltung des Jägers aus dem 8. Jahrhundert „der Achtung vor dem Geschöpf“ gilt als Waidgerechtigkeit in den Verhaltensgrundsätzen der Jägerschaften. In der Dreifaltigkeitskirche zu Hohenlockstedt wurde jetzt die Hubertusmesse der Kreisjägerschaft Steinburg gefeiert. Dazu hatten sich bereits beim Eintreffen der Gäste das Kreisbläserkorps der Kreisjägerschaft Steinburg mit den Jagdhörnchen Kreis Steinburg sowie die Jagdhornbläser Lockstedt und die Jagdhornbläser Hegering 4 vor der Kirche formiert und begrüßten die Besucher mit Jagdsignalen.

Die Hubertusmesse fand zum ersten Mal in Hohenlockstedt statt und die Kirche mit Bäumen der Forstbaumschule Diekmann und Jagdutensilien geschmückt. Ein großes Hirschgeweih mit Kreuz schmückte die weidmännische Waldszene und Pastor Peter Clausen zeigte sich beeindruckt. Den musikalischen Rahmen gaben die Parforcehornbläser der Wilstermarsch, und Heiner Rickers verlas die Hubertuslegende. Der Umwelt- und agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ist selber Jäger. Pastor Clausen ging ins seiner Predigt auf das Jagen ein und sprach von der Verantwortlichkeit gegenüber der Natur und ihrer Geschöpfe. „Jäger haben den besonderen Blick auf die Natur und das Leben, die erkennen, was Witterungsbedingungen für die Tiere bedeuten“, so Clausen. Jäger und Naturschützer haben das gleiche Ziel, eine gestaltenreiche Natur.

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