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Druckerei-Museum : J.J.Augustin: Trägerverein gegründet

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Arbeit für Glückstädter Museum kann beginnen. Peter Dederichs und Inke Ulrich bilden die Spitze des Vorstandes

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 11:45 Uhr

„Zeichen der Welt“ heißt der neue Trägerverein für das Museum J.J. Augustin, der sich jetzt gegründet hat. Ziele sind: Ein Museum einrichten, den historischen Bestand erhalten und zeigen sowie das denkmalgeschützte Haus der Druckerei übernehmen. Die neueren Gebäude werden bei der heutigen Druckerei verbleiben – dort wird mit modernen Maschinen weitergearbeitet. Im denkmalgeschützten Gebäude soll ein aktives Museum betrieben werden. Eines, das auch Schulkinder nutzen könnten. Denkbar sind auch kulturelle Veranstaltungen.

Viel Vorarbeit für das Projekt hatten Peter Dederichs (59) und Inke Ulrich (48) geleistet. Mit dem Erfolg, dass der Mitarbeiter der Bundeswehrakademie und die Buchhändlerin zum Vorsitzenden des Vereins sowie zur Stellvertreterin auf zwei Jahre gewählt wurden. Zahlreiche Interessierte hatten sich zur Gründung im „Poppenhuus“ zusammengefunden. Schriftführerin ist Martina Peters. Die 56-Jährige ist von Beruf Schriftsetzerin. Finanzbeauftragter ist Klaus Krüger. Der 65-Jährige ist von Beruf Buchhalter. Als Beisitzerin dabei ist Touristikfachfrau Annett Kautz (37). Alle kommen aus Glückstadt.

„Ein toller Vorstand“, lobte Dr. Jürgen Bönig, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums für Arbeit in Hamburg. Er und ein Teil dessen Mitarbeiter unterstützen die Gründungsphase. „Total gut vorbereitet.“ Dass es jetzt zur Gründung des Vereins gekommen sei, sei eine tolle Erfahrung. „Wir machen, was wir können, um Sie zu unterstützen“, sagte er im Namen von weiteren Mitarbeitern des Hamburger Museums, die sich mit dem Bestand bei Augustin inzwischen gut auskennen.

Cornelia und Michael Reimers, Inhaber der Druckerei J.J. Augustin, versprachen, dass sie den Verein nach allen Kräften unterstützen wollen.

Vor den Wahlen wurde umfangreich über die Satzung für den Verein gesprochen. Obwohl diese bereits von einem Rechtspfleger für gut befunden worden war, gab es eine Änderungswünsche. Sie wurden demokratisch ausdiskutiert und geändert, wo es Sinn machte.

Peter Dederichs betonte eingangs, dass es ein Trägerverein sein müsse und kein Förderverein. Grund sei die Gemeinnützigkeit, die Voraussetzung sei, um Fördergelder einzuwerben. „Das Beste wäre ein Mäzen“, erklärte Dederichs zur einfachsten Variante. Da es zurzeit keinen gibt, hofft er auf andere Unterstützung: Auf Zuschüsse der EU, des Bundes, des Landes, der Stadt und des Denkmalschutzes. „Wir werden jetzt auf die Suche nach Fördertöpfen gehen.“

Grundstock für die Arbeit ist zunächst der Beitrag für Mitglieder. Die Anwesenden einigten sich auf folgendes: Ein Mitglied zahlt fünf Euro pro Monat. Ehepaare entrichten 7,50 Euro, Schüller, Studenten, Auszubildende und Ruhestandgehaltsempfänger 2,50 Euro. Stimmberechtigt sind aber nur Mitglieder ab 18 Jahren. Über die Freistellung des Betrages für Arbeitslose entscheidet gegebenenfalls der Vorstand. „Es wird viel zu tun geben“, sagte Dederichs.

Denn geplant ist, dass es ein lebendiges Museum wird. Eines, in dem an den historischen Maschinen gearbeitet wird. „Wo Grundschüler Bleilettern setzten können“, erklärte Dederichs. „Und wo sie die Glückstädter Fortuna lesen können.“

Dr. Bönig stimmte ihm zu: „Das aktive Museum ist wichtig und es ist wichtig, dass auch auf historischen Maschinen produziert wird.“ Und es sei wichtig festzuschreiben, dass alles in Glückstadt erhalten bleibt. „Auch damit der Verdacht zerstreut wird, dass andere Museen hier etwas abräumen wollen.“

Der nächste Schritt ist jetzt, eine Geschäftsordnung zu erstellen. Formulare um Mitglied im Trägerverein zu werden, gibt es beim Vorstand und bei der Druckerei Augustin am Fleth 36/37.

Erreichbar ist der Vorstand auch unter Zeichen.derWelt@freenet.de.

 

 

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