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Spendenaktion : Itzehoer Schüler sammeln für die Tafel

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seit Anfang Dezember bis in den Februar hinein sammeln Schüler der Auguste-Viktoria-Schule für die Itzehoer Tafel. Organisiert wird die Spendenaktion von zwei Achtklässlerinnen.

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erstellt am 21.Dez.2016 | 17:00 Uhr

Schokolade, Kekse und Kaffee. Kartoffeln, Möhren und Nudeln. Seife, Zahnbürsten und Zahnpasta. Für das Foto sind die Mengen im Eingangsbereich der Auguste-Viktoria-Schule aufgebaut. Dann werden sie in Kisten und Kartons gepackt, damit die Mitarbeiter der Itzehoer Tafel sie abholen können. Eine Spendenaktion an der AVS ist angelaufen.

„In zwei Wochen schon so viele Sachen, das ist total gut“, freut sich Lucy Birner (14), die gemeinsam mit Narmin Suleymanova (14), ebenfalls 8. Klasse, die Initiative gestartet hat. Vor einem Jahr habe ihre damalige siebte Klasse schon einmal eine solche Aktion für die Tafel organisiert, berichtet Lucy. Nun kam ihre ehemalige Klassenlehrerin auf die beiden 14-Jährigen zu mit der Frage, ob sie es wieder übernehmen würden – denn die Situation bei der Tafel, die wöchentlich 800 Bedürftige versorgt, sei nicht besser geworden. Die beiden Mädchen waren sofort dabei: „Die brauchen immer mehr Produkte“, sagt Lucy.

Für die Organisation nutzten sie den schulinternen Server. Denn das sei schneller, als Zettel auszudrucken, die dann ohnehin nicht bei den Eltern ankämen. So verbreiteten sie die Nachricht von der Spendenaktion auf elektronischem Weg, „dann ging das auch schon los“, sagt Lucy. Jeweils von Montag bis Mittwoch können seit Anfang Dezember die Waren abgegeben werden, jede Woche ist eine neue Klassenstufe dran – und das bis Anfang Februar. Wer außer der Reihe komme, sei natürlich auch willkommen, sagen die Schülerinnen. Auch Nachbarn der AVS wollen sich beteiligen – „herzlich gern“, sagt Frauke Looft, Leiterin der Orientierungsstufe.

In ihrem Büro werden die Lebensmittel und Hygieneartikel gelagert. Das wurde durchaus eng, zumal auch noch Julklapp anstand. Aber sie freut sich über die große Resonanz: Gerade in einer Zeit, in der viele zuerst an sich dächten, sei eine solche Aktion wichtig. Und es sei so einfach: Ein Pfund Mehl, eine Tube Zahnpasta, „es ist so wenig Geld verteilt auf 1000 Schüler“. Allerdings: „Einige spenden auch tütenweise.“

Viel Arbeit sei es nicht gewesen, sagt Narmin. „Wir sind nur ab und zu durch die Klassen gegangen und haben Bescheid gesagt, damit sie es nicht vergessen.“ Auch die Lehrer hätten netterweise daran erinnert, sagt Lucy. Sie wissen, dass der Berg an Lebensmitteln kurz vor dem Fest bei der Tafel bestens zu gebrauchen ist: „Gerade an Weihnachten brauchen die viel zu essen.“

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