Itzehoer Mahnmal auf Kieler Bühne

Dem Itzehoer Mahnmal für die NS-Opfer seit seiner Kindheit verbunden: Michael Legband.
Dem Itzehoer Mahnmal für die NS-Opfer seit seiner Kindheit verbunden: Michael Legband.

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24. Oktober 2018, 12:53 Uhr

Die Zeitzeugen für die Diktatur der Nationalsozialisten werden immer weniger. Umso wichtiger sei es, dass Bauten die Funktion der Mahnung übernehmen. Das sagte der aus Itzehoe stammende Journalist Michael Legband nach einer Veranstaltung im Kieler Landeshaus zum Mahnmal auf den Malzmüllerwiesen.

Eingeladen hatten Christian Meyer-Heidemann, der als Landesbeauftragter für politische Bildung die Bedeutung des Gedenkens vor Ort unterstrich, und die Landesarbeitsgemeinschaft des Vereins „Gegen Vergessen. Für Demokratie“. Rund 130 Gäste, darunter viele Itzehoer, füllten den Saal. So sei das Mahnmal auf die politische Bühne im Kieler Landeshaus gehoben worden, freute sich Legband.

In seinem Vortrag „Erbaut, verdrängt, wiederentdeckt“ widmete er sich den Persönlichkeiten von Gyula Trebitsch als Initiator des 1946 eingeweihten Mahnmals und von Baumeister Fritz Höger. Legband schilderte auch, wie das Mahnmal 1957 in den Cirencester-Park verlegt und erst in den 90er Jahren zurückversetzt worden war, vorangetrieben durch Trebitsch und ihn selbst. Auf die Vorführung des Films über das Mahnmal folgte eine Diskussion. Diese habe viele Anregungen zum Gedenken in Itzehoe gebracht, die die hiesige Arbeitsgruppe umsetzen könne, sagte Legband und kündigte an, dass am 27. Januar 2019 Landtagspräsident Klaus Schlie zur Gedenkveranstaltung kommen wolle. Es zeichne sich auch ab, dass er selbst weitere Vorträge im Land halten werde: „Das ist gut. Denn ein Mahnmal kann nur mahnen, wenn es bekannt ist.“

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