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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 05:46 Uhr

Itzehoer hilft Erdbebenopfern in Nepal

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2015 | 05:00 Uhr

Das größte Elend hat er noch gar nicht gesehen – dabei ist er ganz nah dran. Sven Guericke aus Itzehoe ist seit Montagabend in Kathmandu – um zu helfen. Der Ortsbeauftragte des Technischen Hilfswerks (THW) Itzehoe ist Leiter des 15-köpfigen Teams in Nepal. „Wir haben zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen mit dabei, die insgesamt 10  000 Liter pro Stunde produzieren können“, sagt der 39-Jährige. Doch auch heute wird er vor allem damit beschäftigt sein, sich mit anderen Hilfsorganisationen zu koordinieren. „Wir müssen sehen, wo wir am meisten gebraucht werden“, so Guericke. „Denn im Moment kommen in Kathmandu jede Menge Hilfsgüter und Helfer an.“

Die Lage beschreibt der Itzehoer unaufgeregt. „Es gibt noch Probleme mit der Elektrizität in Kathmandu, es gibt auch zerstörte Gebäude, aber die Straßen sind passierbar.“ Allerdings hätten viele Menschen Angst, in ihren Häusern zu übernachten, weil sie fürchten, dass diese einstürzen könnten. „Es wurden viele Zelte aufgebaut, viele Menschen übernachten draußen“, sagt Guericke. Ansonsten seien die Menschen dankbar, dass so viel Hilfe aus dem Ausland komme. Von großer Panik oder Verzweiflung der Nepalesen in dem vom Erdbeben verwüsteten Land kann Guericke aber noch nichts berichten. „Das wird bestimmt anders, wenn wir in den nächsten Tagen in die wirklichen Krisenregionen kommen. Aber das Leben in Kathmandu geht weiter.“

Guericke, der hauptamtlich für das THW in Neumünster arbeitet, gehört zur Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland des Technischen Hilfswerks. Sind die Teams in Bereitschaft, müssen sie so wie der Itzehoer innerhalb von sechs Stunden abflugbereit sein. „Am Sonnabend bin ich vorinformiert worden, Sonntag um 11.30 Uhr erhielt ich die Info, dass ich um 14 Uhr am Hamburger Flughafen sein sollte“, sagt Guericke, für den Nepal der 13. Auslandsdienst ist. Routine gebe es dabei aber nicht: „Jeder Einsatz ist besonders.“



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