zur Navigation springen

Kultur : Itzehoer Band startet im Zeichen des Einhorns durch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Nachwuchsmusiker von „What would J-Pat do?“ setzen auf eine Mischung aus Rock und Folk.

Itzehoe | Eigentlich braucht man gar nicht zu wissen, wer da gerade auf der Bühne steht. Denn als untrügliches Zeichen, dass es sich um die Itzehoer Band „What would J-Pat do?“ handelt, reicht ein Blick ins Publikum − so wie jüngst bei ihrem ersten Auftritt im Veranstaltungszentrum Atzehoe. Denn da tanzte ein Fan mit der Maske eines Einhorns herum. Die bekommt bei jedem Auftritt ein Freund der Musiker übergestülpt − und heizt das Publikum zum Mitgehen an. „Das haben wir einmal als Gag bei einem Auftritt angefangen und seitdem ist das Einhorn als Maskottchen bei unseren Gigs immer dabei“, erzählt Sänger Joel.

Die Bandmitglieder kennen sich seit zehn Jahren über die Pfadfinder, ihr Name ist inspiriert von dem Spruch „What would Jesus do?“ entstanden − obwohl sie keine religiöse Band sind. Torge Bornholdt (Cajon), Joel Heinecker (Gitarre, Gesang) und Ole Kölling (Gesang, Percussion), zwei Schüler und ein Fachinformatiker für Systemintegration machen Liedermachermusik mit deutschen und englischen Texten und spielen Coversongs, die sie selbst arrangiert haben. Da sie sich gerade in der Anfangsphase ihres Banddaseins befinden, haben sie erst drei eigene Songs im Repertoire.

Zu einer abwechslungsreichen Melange aus Rock und Folk wird das wegen der unterschiedlichen musikalischen Wurzeln der Bandmitglieder. Zwei kommen aus dem Metal und Hardcore, einer aus der Folk-Ecke. „Wir haben diese Richtungen nun in andere Kontexte gebracht“, sagt Torge Bornholdt.

Schon ihre Instrumente legen einen Schluss nahe: Sie haben vorher Straßenmusik gemacht, auch in Hamburg – auf der Mönckebergstraße mit Cajon, Gitarre und einer Grillzange als Percussioninstrument gestanden. Auch auf dem Weinfest und bei der Musik- und der Kulturnacht haben sie auf der Straße gespielt. „Da muss man ganz schön kämpfen“, sagt Ole. „Das bringt einen aber auch weiter.“

Ihre Texte handeln von der Verarbeitung verschiedener Situationen des Lebens und der Liebe, so etwa das Lied „Nichts für nichts“. Der Song „Schöne neue Welt“ fordert dazu auf, „sich die Welt selbstbestimmt schön zu machen“ und auch „Mach’ es selbst“ stößt in eine ähnliche Richtung. Kritik an der kulturellen Einfalt in Itzehoe wollen sie nach eigenen Angaben durch eigene Aktivitäten aufheben, es selber besser machen. Torge verspricht: „Daran halten wir uns.“

Mit ihren zehn Titeln im Repertoire zwischen drei und fünf Minuten Länge bestreiten sie ein Programm von etwa einer Stunde und spielen damit auch bei Privatfeiern: „Wir suchen nun weitere Gigs“, sagt Ole Kölling. Bis dahin haben sie bei ihren privaten Auftritten weiter viel Spaß mit dem Einhorn, das von verschiedenen Freunden vor der Bühne Stimmung macht – und fröhlich weiter Konfetti wirft.


> Kontakt per E-Mail an ole.k95@web.de

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 10.Feb.2015 | 05:05 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen