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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 10:56 Uhr

Mitmachen : Itzehoe sucht Stadtführer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Stadt mit neuen Augen entdecken: Dazu kann ein fachkundiger Stadtführer verhelfen. Itzehoe sucht Kandidaten.

von
erstellt am 01.Nov.2015 | 05:00 Uhr

Warum heißt die Reichenstraße eigentlich Reichenstraße? Welches ist das älteste Gebäude Itzehoes? Wieso verläuft die Fahrbahn am Sandberg in Schlangenlinien? – „Wenn man als normaler Bürger durch die Stadt geht, stellt man sich solche Fragen nicht“, sagt Kirsten Puymann vom Stadt- und Kreisarchiv. „Eine Stadtführung kann helfen, die Stadt mit ganz neuen Augen zu sehen.“

Damit Bürger und Touristen auch weiterhin die unbekannten Ecken der Stadt entdecken und den kleinen und großen Rätseln der Historie auf die Spur kommen können, suchen das Archiv und das Stadtmanagement dringend Stadtführer. „Die Kandidaten sollten Interesse an Itzehoe und seiner Geschichte mitbringen und Lust am Sprechen haben“, sagt Erika Glamann vom Stadtmanagement.

Alles wissen müsse man natürlich noch nicht. Bewerber würden entsprechend geschult, vom Kreisarchiv mit Infos zur Geschichte versorgt und mit pädagogischen Tipps beraten. „Seine Schwerpunkte kann sich dann jeder selber setzen“, sagt Kirsten Puymann. Es gäbe die Möglichkeit, die klassischen touristischen Touren zu leiten oder themenspezifische Rundgänge anzubieten. „Itzehoe im Nationalsozialismus“, „Itzehoe im Industriezeitalter“ oder „Itzehoe in der Kaiserzeit“ seien mögliche Aspekte. Und nicht zuletzt seien Neubürger oder Flüchtlinge Zielgruppen von Stadtführungen, in denen ganz pragmatische Fragen beantwortet werden müssten: Wo ist die Post? Wo ist der Supermarkt? Wo ist die Kirche?

Für die Arbeit als Stadtführer erhalten die Ehrenamtler eine kleine Aufwandsentschädigung. Feste Arbeitszeiten für die Stadtführer gebe es dagegen nicht. „Jeder kann sich nach Bedarf einbringen“, sagt Erika Glamann. Eine einzelne Führung solle in der Regel nicht länger als ein bis anderthalb Stunden dauern.

Derzeit stehen nur drei Stadtführer zur Verfügung, wünschenswert sei ein Pool von zehn bis 15 Freiwilligen. Schließlich sei das Interesse an den Rundgängen groß. Vier bis fünf pro Monat würden im Moment angeboten, zwischen 20 und 60 Leute nehmen teil, darunter sowohl Touristen als auch Einheimische. „Auch langjährige Einwohner Itzehoes haben immer wieder Interesse, ihre Stadt unter neuen Aspekten kennen zu lernen.“

Eine Kostprobe historischer Spitzfindigkeiten und gleichzeitig die Antworten auf die am Beginn dieses Textes gestellten Fragen: In der Reichenstraße wohnten bis ins 19. Jahrhundert hinein die wohlhabenden Kaufleute. Das älteste Gebäude der Stadt ist der mittelalterliche Kreuzgang des Adeligen Klosters. Der Sandberg verläuft s-förmig, damit schwere Fuhrwerke in früheren Zeiten leichter die Steigung bewältigen konnten.

>Kandidaten, die sich als Stadtführer bewerben möchten melden sich in der Tourist-Info bei Erika Glamann unter 04821/949012-0 oder glamann@mein-itzehoe.de

>Die nächste Stadtführung findet am verkaufsoffenen Sonntag, 8. November, 13 Uhr statt. Los geht es an der Tourist-Info. Der Eintritt ist frei.

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