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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 14:50 Uhr

„Itzehoe muss gewarnt werden“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2016 | 05:00 Uhr

Es dauerte nicht lange, da merkte Andrea Albien, dass mit ihrem Besucher etwas nicht stimmte. „Der wurde immer penetranter und unfreundlicher“, erzählt die Itzehoerin, die sich gestern Nachmittag, kurz nach der Tat, kaum beruhigen kann. „Er hat bei mir an der Tür geklingelt und gesagt, dass er von Kabel Deutschland komme und meine Leitungen überprüfen müsse. Und dann wollte er, dass ich meinen Strom- und Gasanbieter wechsele“, sagt die 51-Jährige. „Das kam mir irgendwie komisch vor, der hat sich auch ganz auffällig in meiner Wohnung umgesehen.“

Auf der Jacke des Mannes habe sie nur den Schriftzug „Kabel“ lesen können. „Ich hatte schon den Verdacht, dass das ein Trickbetrüger sein könnte, und wollte, dass er geht.“ Doch der Mann habe sich nur schwer abweisen lassen, verschwunden sei er erst, als sie ihm mit der Polizei gedroht habe und die Nachbarn aufmerksam geworden seien. „Raus aus meiner Wohnung“, habe sie gerufen. Gestohlen habe der etwa 1,90 Meter große Mann mit hellblonden Haaren nichts.

Andrea Albien greift danach sofort zum Hörer. „Ich habe mich bei Kabel Deutschland erkundigt, dort hat man mir bestätigt, dass kein Mitarbeiter in Itzehoe unterwegs sei und auch nie jemand ohne Voranmeldung in meine Wohnung kommen würde.“ Danach informiert Andrea Albien, die als Busfahrerin in Hamburg arbeitet, die Polizei. „Es gibt zwar immer wieder solche Trickbetrügereien, aber in jüngster Vergangenheit haben wir keine Fälle mehr gehabt“, sagt Polizeisprecherin Merle Neufeld. Doch Andrea Albien will verhindern, dass die Itzehoer Trickbetrüger in ihre Wohnung lassen: „Itzehoe muss gewarnt werden.“

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