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Wacken Open Air : Itzehoe: Blut spenden bei Heavy Metal Musik

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wacken-Anhänger können am Samstag noch einmal Blut im Klinikum Itzehoe spenden. Einige Metal-Fans kommen extra aus Nordrhein-Westfalen.

Itzehoe | Musik dröhnt über den Flur vor dem Blutspendedienst im Klinikum Itzehoe, eine Helferin huscht im schwarzen T-Shirt mit der Aufschrift „Blood Sister“ in den Entnahmeraum Zum sechsten Mal ruft das Klinikum gemeinsam mit den Veranstaltern des Wacken Open Air (WOA) zum Blutspenden auf.

Die ersten Freiwilligen sind schon gekommen. Robert Adam, Leiter des Blutspendedienstes, hofft auf rund 150 Spenden: „Dieser Termin war von Anfang an sehr erfolgreich.“ Vor zweieinhalb Jahren startete die Zusammenarbeit, nun wird zweimal im Jahr zur Blutspende aufgerufen. „Die Wackener sind gleich mit Sack und Pack gekommen“, erzählt Adam.

Nicht nur das Team des Blutspendedienstes ist passend gekleidet, auch die Atmosphäre stimmt. Vorne werden Fanartikel verkauft, eine Tombola mit Gewinnen lädt zum Mitmachen ein. Sogar das Essen für die Blutspender wurde mit Rübenmus und Kochwurst der Jahreszeit angepasst. Für Mutige gibt es sogar „Wackenschlamm“ – schwarz gefärbtes Rübenmus. Auf Fernsehern laufen Ausschnitte vom Festival. Jeder Spender erhält einen Gutschein für den Wacken Shop und Sticker. Für Robert Adam und sein Team ist es immer ein besonderer Tag: „Die Metalheads sind eine tolle Gemeinschaft. Wir freuen uns über die Unterstützung.“

Heute erwartet er noch mehr Spender. Einige sind in den vergangenen Jahren von weither gekommen – etwa aus Nordrhein-Westfalen. Die Wackenfans übernachten dann hier bei Freunden und kommen alle zusammen zum Blutspenden. „Morgen erwarten wir ’ne volle Hütte“, so Adam. Und die braucht er auch, denn: „Insgesamt ist die Spendenwilligkeit rückläufig und zwar deutlich. Wir haben wirklich sehr, sehr wenig Konserven.“

Elke Gurschke wohnt nur einen Kilometer von Wacken entfernt. Vor einem Jahr war sie schon einmal zur Spende da. „Ich finde es eine gute Aktion. Das Drumherum ist nett, das haben die hier gut gemacht.“ Raimund Donalies ist aus Albersdorf gekommen. „Ich finde die Sache gut, weil sie die Leute da abholt, wo sie sind. Ich geh’ aber auch so zum Blutspenden.“ Die Karte für das WOA im kommenden Jahr hat er schon gekauft, nach der Spende will er sich bei den Fanartikeln umschauen. „Ich finde es originell gemacht“, lobt er. „Mal schauen, wenn was Passendes dabei ist, nehme ich es noch mit.“

Blutspender sind am Samstag von 9 bis 16 Uhr im Klinikum willkommen.

Alle Infos rund um das WOA gibt es auf shz.de/wacken.


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